Sonderband 2. International Council on Archives. Dritte Europäische Archivkonferenz, Wien 11. bis 15. Mai 1993. Tagungsprotokolle (1996)

1. Session / Séance. Experiences gained, current Situation, future Prospects / Expériences acquises, Situation actuelle, Perspectives futures - Discussion / Interventions

Discussion - Interventions Paule René-Bazin: J’ai été très intéressée par la notion de patrimoine commun que vous avez développée et je voudrais poser une question parce que j’ai été frappée par la date à laquelle cette coopération avait commencée. 1927 me semble très tôt par rapport à l’éclatement de l’Empire Austro-Hongrois, et je me demande si vous avez eu des difficultés pour régler les problèmes de confidentialité des documents et d’accès aux documents. Dans la mesure où si peu de temps après, il me semble dif­ficile d’ouvrir largement les archives dans lesquelles j’imagine que vous aviez des documents confidentiels, peut-être pas pour l’histoire à très long terme, mais dans la politique immédiate. Peter Csendes: Dabei ist grundsätzlich zu bemerken, daß die Einrichtung einer Archivdelegation in Wien nicht unbedingt bedeutet hat, daß diese Bestände generell der Öffentlichkeit zugänglich waren. Es waren Wissenschaftler aus Ungarn, die hierher gekommen sind und noch immer kommen, die aber Anfragen und die Pro­bleme zu behandeln hatten und haben, die aus ihrer Heimat an sie herangetragen worden sind. Es war eben die Möglichkeit und der gelungene Versuch, die Trennung von Archivalien zu vermeiden und jedem die Verantwortlichkeit, die Verantwortung für seine eigenen Bestände zu überlassen. Daher glaube ich, war es auch in der kur­zen Zeit möglich, diese Maßnahmen zu treffen. Gerhard Pferschy: Ich will kurz zur Frage der Vertraulichkeit Stellung nehmen. Man darf nicht vergessen, daß ja die jüngeren Bestände im Jahr 1927 nicht in den Archiven, sondern in den Ministerien lagen. Daher gab es in der Praxis dieses Pro­blem nicht. Kurt Peball: Zu diesen Vereinbarungen über der ungarischen Archivdelegation hat maßgebend mitgewirkt, daß es sich dabei um Aktenschriftgut aus der gemeinsa­men, österreichisch-ungarischen Verwaltung gehandelt hat - dies zu trennen war praktisch unmöglich. Joze Zontar: Aus dem Bereich der fachlichen Fragen nahmen wir in Slowenien nach dem Jahr 1950 die Archivkunde vieler Länder zum Vorbild. Die wichtigste Konstante wurden und blieben die Kontakte mit den Archiven der Bundesrepublik Deutschland. Dabei stieß man aber immer auf fachliche Probleme, wenn die Fragen der Ordnung und Verzeichnung auf die Tagesordnung kamen, also bei den wichtig­sten Fragen unserer Arbeit. Es ist ja allgemein bekannt, daß es sich um zwei ver­schiedene Registratursysteme handelt, das deutsche und österreichische. Dieser Un­terschied kam besonders bei der Einführung der EDV-Technologie zum Tragen. Was halten Sie von einem Expertentreffen der Nachfolgestaaten über die Fragen der Ordnung und Verzeichnung von Aktenregistraturen? 73

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