Tóth Károly - Végh László (szerk.): Emlékkönyv Arany A. László tiszteletére (Somorja, 2007)
Arany A. László művei
AXIOMATISCHE PROBLEME DER PHONOLOGIE L. A. Arany Opposition stehen. Je zwei Oppositionsglieder stehen in demselben Oppositionsverhältnis, aber daraus folgt nicht dasselbe Verhältnis zwischen zwei Oppositionspaaren: wenn « in Opposition zu b steht, und b zu c, so folgt daraus nicht eine transitive Relation. So ist z. B. der Laut p die stimmlose Voraussetzung des Lautes b und t die Voraussetzung des d, doch ist der Laut p deshalb nicht die unmittelbare Voraussetzung des Lautes d. Die Korrelation ist also ein isomorphes Nacheinander der gleichmerkmaligen Oppositionen ; es ist also keine transitive, asymmetrische Reihe, also keine notwendige Grundrelation, Struktur und Ordnung, also keine Grundfunktion. In der Korrelation wiederholt sich nicht zwischen mindestens drei Gliedern eine wesentliche Relation, sie schafft also keine notwendige, also transitive und asymmetrische Relation. Die Grundbeziehung der Korrelation ist das Oppositions Verhältnis, das ist eine ein- oder eine mehrdeutige additivmerkmalige konverse Relation, die im allgemeinen nicht transitiv und symmetrisch ist; nur ausnahmsweise kann sie transitiv sein. Die Ausnahme und also die Korrelation kann nicht Grund einer Gesetzlichkeit, Struktur oder Ordnung sein. Darin steckt der zweite Widerspruch der Axiomatik der phonologischen Theorie, und dies ist die notwendige Folge des ersten Widerspruches: des Mangels der elementaren Funktion. Der Grund jeder Reihe, Struktur und Ordnung ist die implizierte transitive Relation. Der Grund jeder Transitivität ist die aus dem gemeinsamen qualitativen Wesen durch die Kontinenz, Abbildung oder Subsumtion implizierte Reihe, in der die Folge eine Funktion des Vordergliedes ist; sie ist zugleich die einfachste Struktur und Ordnung. Die Implikation und das aus ihr folgende Prinzip der Struktur und Ordnung, sowie das Prinzip der Diversität, Korrelativität und Gleichheit sind Korollarien des Grundsatzes der Identität und des Widerspruchs. Die wichtigsten Grundsätze der Sprache sind die Identität und der Widerspruch. Das Prinzip der Opposition ist dritten Ranges. Die Opposition und die daraus folgende Disjunktion und das Nacheinander der wiederkehrenden Oppositionspaare: die Korrelation, ist keine essentielle Relation und Funktion: sie bildet also keine Grundstruktur und kein Grundsystem. Darin steckt der Widerspruch der auf das Oppositionsverhältnis aufgebauten Theorie, und das ist der Grund des erfolglosen Versuches der Phonologie, das sprachliche Element und dessen vollständiges System zu definieren. Die transitiv-korrelative Zeiehenstrukturordnung der diversen Spraehlaut werte gibt ein primäres Sprachsystem. Die meistens oppositiv-korrelierte Zeichenordnung der differenten Lautwerte gibt einen sekundären Sprachtvpus. Die Phonologie appliziert ihre im sekundären Sprachtypus fest gestellten theoretischen Erkenntnisse auch auf das primäre, korrelative 429