Liszka József (szerk.): Az Etnológiai Központ Évkönyve 2008-2009 - Acta Ethnologica Danubiana 10-11. (Dunaszerdahely-Komárno, 2009)

Tanulmányok - Simon Attila: Cseh és szlovák telepesek kényszerű migrációja az első bécsi döntés után (Összefoglalás)

müsste die Prager Zentralregierung sichern (Deák 2005, Dokument Nr. 20, 54). Von da an verlief das Schicksal der tschechisch-mährischen und der slowakischen Kolonisten unterschiedlich; die Tschechen und Mährer verließen das Gebiet der Slowakei, sobald sie fahren konnten. Das Schicksal der aus Ungarn geflohenen Kolonisten fand im Frühsommer 1939 eine mehr oder weniger beruhigende Lösung: alle Flüchtlingsfamilien konnten eine Unterbringung finden (die Mehrheit kehrte nach Flause zurück) und weil nicht sämtliche Kolonisten ausgewiesen worden waren, kamen keine weiteren Flüchtlinge mehr in die Slowakei. Das Kolonistenschicksal von 1938 lehrt uns wieder einmal, dass Unrecht durch ein weiteres Unrecht nicht beseitig werden kann, und dass Gewalt nicht durch tatsächliche oder vermeintliche Kränkungen gerechtfertigt werden kann. Andererseits erwiesen sich die Ängste, die die Kolonisten hatten, über die Einstellung der örtlichen ungarischen Gesellschaft als berechtigt. Diese Ängste wurden von den Siedlungsbehörden erst in den letzten Monaten der Ersten Republik formuliert: Da die Siedlungsaktionen einen kün­stlichen Eingriff in die ethnische und soziale Verhältnisse der Region bedeuteten, war es vorauszusehen, dass durch die protektionistische Staatspolitik Einwohner und Kolonisten von vornherein gegenübergestellt werden würden. Somit werde die ungarische Bevölkerung in der Südslowakei die Ansiedler nie akzeptieren und sie werde sich bei erst­bester Gelegenheit gegen diese stellen. In einem Bericht des Ansiedlungsamtes aus dem Jahre 1938 ist diese Angst zu spüren: ,,Man darf die Kolonien nicht in die Rolle von priv­ilegierten Dörfern zwingen, aus den Kolonisten darf man keine Prätorianer schaffen und sie von den anderen Bauern und aus der Gesellschaft hervorheben. Die Kolonien müssen in das Milieu eingebaut werden, in dem sie entstanden sind; man soll ihnen ermöglichen, sich in die öffentliche, wirtschaftliche und kulturelle Umwelt einzufugen. “ Dass diese Worte verspätet, erst in den letzten Tagen der Ersten Republik verfasst wurden, könnte eine Erklärung dafür sein, was mit den Kolonisten 1938 passierte. (Übersetzt von Zsuzsanna Saß) Publizierte Quellen Deák, Ladislav 2003 Viedenská arbitráž [Wiener Arbitrage]. 2. november 1938. Dokumenty IL (2. november- 14. marec 1939). Martin: Matica slovenská 2005 Viedenská arbitráž [Wiener Arbitrage], 2. november 1938. Dokumenty 111. (3. november — 4. apríl 1939). Martin: Matica slovenská Literatur Kovács Ferenc 1998 Szülőfalunk Köbölkút. A keltáktól a 3. évezredig [Unser Geburtsdorf Köbölkút. Von den Kelten bis 3. Jahrtausend], Köbölkút-Gbelce. Nižňanský, Eduard - Slneková, Veronika 1996 Deportácia židov za autonómie Slovenska 4.-5.11.1938. [Judendeportation während der slowakischen Autonomie], Štúdia Historka Nitriensia 5, S. 66-184. 150

Next

/
Thumbnails
Contents