Liszka József (szerk.): Az Etnológiai Központ Évkönyve 2008-2009 - Acta Ethnologica Danubiana 10-11. (Dunaszerdahely-Komárno, 2009)
Tanulmányok - Simon Attila: Cseh és szlovák telepesek kényszerű migrációja az első bécsi döntés után (Összefoglalás)
Die Mehrheit der gebliebenen Kolonisten war sicherlich Privatkolonist, aber auch in den bedeutendsten staatlichen Kolonien sind Ansiedler geblieben: von den Kolonisten in Kórószegmajor bei Gallandau ist beispielsweise nur eine Familie weggezogen, die verbliebenen etwa 50 Familien warteten dagegen das Kriegsende ab (Pukkai 2006, 38). Das weitere Schicksal der Kolonisten, die die rückgegliederten Gebiete verlassen haben Die Kolonisten haben also die Ansiedlergebiete freiwillig oder aber unter Zwang verlassen, doch ihr Leidensweg war damit noch nicht beendet, denn das Verhalten der autonomen slowakischen Regierung ihnen gegenüber war gar nicht eindeutig. Bereits vor dem Ersten Wiener Schiedsspruch war für Pressburg klar, dass es mit der Unterbringung ernste Schwierigkeiten geben wird, wenn der Siedlerstrom einsetzt. In der zweiten Oktoberhälfte war der Evakuierungsplan für Kolonisten zwar fertig, doch haben selbst die Verfasser dieses Planes gespürt, er könne nur für eine begrenzte Flüchtlingsanzahl und nur für kurze Zeit eine Lösung sein. Die Ereignisse haben diese Befürchtung wahr werden lassen. Eine der grundlegenden Sorgen war, dass ein Teil der Kolonisten aus ärmsten Gesellschaftsschichten stammte, insbesondere gilt dies für die aus den nördlichen Bezirken stammenden Slowaken. Um in der Südslowakei einen Kolonistenbesitz zu eiwerben, mussten sie zu Hause ihre Immobilien verkaufen, so gab es für sie im Herbst 1938 keine Rückzugsmöglichkeit mehr. Dies trag zusätzlich dazu bei, dass sie selbst nach der Rückgliederung - solange dies möglich war - nicht auf ihren Kolonistenbesitz verzichten wollten. Relativ besser gestellt waren die Kolonisten, die die rückgegliederten Gebiete noch vor dem Einmarsch der ungarischen Truppen freiwillig und organisiert verlassen haben. Sie durften ihre Mobiliare mit der Bahn nach Hause oder in die ihnen zugewiesenen Zwangsunterbringungen liefern. Die Kolonisten, die im November und Dezember vertrieben wurden, durften sich jedoch nur mit Handgepäck auf den Weg machen. Sie wurden vorübergehend in Höfen nahe der Grenze untergebracht und von dort durften sie ihre Reise fortsetzten, entweder nach Hause oder in Zwangsunterkünfte, die von den Behörden bestimmt wurden. Bezüglich des Schicksals der nach der Rückgliederung vertriebenen Kolonisten ist es unmöglich, allgemeine Aussagen zu treffen. Die Flüchtlinge haben in den ersten Tagen in Dörfern an der slowakischen Grenze Zuflucht gefunden. So wurde Erzsébetmajor zum Übergangswohnort für Dutzende Kolonistenfamilien von der Schüttinsel, wo zeitgenössischen Berichten zufolge fast jeder Hof voll von Gegenständen der Kolonisten war und alle Zimmer in den Häusern voll von Flüchtlingen waren.25 Diejenigen, die etwas mehr Glück hatten, fuhren von hier in ihre ursprünglichen Wohnorte oder zu Verwandten. Die Anderen versuchte man, nach dem früher erarbeiteten Evakuierungsplan, in bestimmten Höfen unterzubringen. Die erhaltenen Quellen zeugen aber davon, dass ein Teil der Kolonistenfamilien noch im Frühjahr 1939 in Erzsébetmajor lebte, wobei sie die Grenze von Zeit zu Zeit illegal passierten um auf ihren auf der 25 Slovenský> denník, 13. November 1938. 148