Liszka József (szerk.): Az Etnológiai Központ Évkönyve 2003-2004 - Acta Ethnologica Danubiana 5-6. (Dunaszerdahely-Komárno, 2004)
Tanulmányok - Perger Gyula: A kisemlékkutatás történeti forrásai
Über diese Statue hätten wir ohne diese Beschreibung gar keine Kenntnis (Hohenegger 1820, 62). Weitere interessante Angaben gewinnen wir aus den Steuerabrechnungen und Rechnungen der Steinmetze, Werkstätten, die die Objekte hergestellt haben. Formen, Aussehen und Standorte der Objekte können wir aus handschriftlichen Plänen, Skizzen und Kartenblättern ermitteln (Abb. 5-6.). Landkarten, wie die Militärvermessung aus der Zeit Josefs II., können für diese Epoche ein relativ genaues Bild vermitteln. Die Bodenvermessungskarten helfen, die Objekte einer Gemeinde im Laufe der Zeit zu rekonstruieren (Néma 2003). Im Laufe des 19. Jahrhunderts arbeiteten relativ lange Jahre hindurch in mehreren Ortschaften Maler, Graphiker und Laienkünstler, deren Nachlaß manchmal in Museumsarchiven zu finden ist. Diese, sowie Ansiehtskartensammlungen, zählen zwar nicht zu den klassischen historischen Quellen, liefern aber weitere Informationen zur Kleindenkmalforschung. Die künstlerisch eher mittelmäßigen Aquarelle und Landschaftsbilder zeigen meistens detailliert Wegkreuze, Statuen oder Kapellen, als entscheidende Merkpunkte in der Landschaft. Details, die mit dem menschlichen Erinnerungsvermögen nicht mehr zu erreichen sind, können auch aus diesen Quellen erschlossen werden (Abb. 7 8.). In meinem Vortrag wollte ich die Aufmerksamkeit auf einen Quellcnbestand lenken, der in Raab und Umgebung wohl geordnet, systematisiert und forschungsbereit vorliegt, in der Hoffnung, daß die heutzutage laufenden Projekte mit der Untersuchung dieser Quellen ergänzt werden können. Aus der landesweit einmaligen Sammlung der kanonischen Visitationen von József Búzás wurden die in den Probsteien Sopron, Moson und Locsmánd zwischen 1641-1698 entstandenen Protokolle von dem Archiv in Eisenstadt herausgegeben (Búzás 1966, 1967, 1968, 1969). Imre Varga veröffentlichte die ersten Protokolle aus den Jahren 1696-1698 aus dem Gebiet von Raab und dem Rábaköz (Varga 1971 ; 1972). Imre Varga veröffentlichte unter der Mitwirkung von Gyula Reichardt die Visitation in Raab aus dem Jahr 1748 (Varga-Reichardt 1991). Das noch nicht publizierte Material kann mit Hilfe von detaillierten Registern gut durchsucht werden. Dieses Verzeichnis wurde von Klára Dóka und Éva Mária Fiilöp ediert (Dóka 1998). Die Raaber Testamente aus dem 17. Jahrhundert stehen in drei Bänden, die aus Sopron - mit der genauen Abschrift von József Horváth (Horváth 1995; Horváth 1996; Horváth 1997) - in einem Band den Forschern zur Verfügung. Literatur Askekcz Eva 1973 Barokk pestisemlékek a Sopron környéki falvakban. Arrabona 15, 149 169. p. Búzás, Josef 1966 Kanonische Visitationen der Diözese Rauh aus dem 17. Jahrhundert. Eisenstadt /Burgenländischc Forschungen. Heft. 52./ 1967 Kunonische Visitationen der Diözese Rauh aus dem 17. Jahrhundert. 11. Teil. Eisenstadt /Burgenländische Forschungen. Heft. 537 86