Liszka József (szerk.): Az Etnológiai Központ Évkönyve 2000-2001 - Acta Ethnologica Danubiana 2-3. (Dunaszerdahely-Komárom, 2001)
1. Tanulmányok - Liszka József: A szlovákiai magyarok populáris kultúrájának időbeli "határai". A 20. századi impériumváltások kultúralkotó hatásai
in ihrer Emährungskultur sind nur wenige Wechselbeziehungen mit der ungarischen Urbevölkerung festzustellen. Wesentlich ähnliche Ergebnisse erbrachte auch die Untersuchung, die über die Emährungsgewohnheiten der nach Tárnok auf der Großen Schüttinsel aus dem Komitat Pest-Pilis übersiedelten Slowaken und die ungarische Urbevölkerung gemacht wurde. Es ist fast ironisch, daß die Ungarn aus Csallóköztámok die für charakteristisch ungarisch gehaltenen Speisen (wie etwa Gulasch, Pörkölt usw.) von den aus Pilis umgesiedelten Slowaken übernommen haben. In die früheren tschechischen, mährischen und slowakischen Einzeldörfer kehrten nach 1945 die früheren Einwohner zurück, bzw. neue Kolonisten kamen hinzu. Es ist zu bemerken, daß es in dieser Zeit nicht mehr das Interesse des Staates war, wie früher, durch diese Ansiedleraktionen den homogenen ungarischen ethnischen Block aufzulösen. Zu dieser Zeit standen für die Lösung der “ungarischen Frage” viel “wirksamere” Mittel zur Verfügung (wie Aussiedlung, Deportation, Bevölkerungsaustausch, Zwangsarbeit usw.). Deswegen wurden die Kolonisten in dieser Zeit nicht in solchem Maße von der Seite des Staates unterstützt, wie es vor drei Jahrzehnten der Fall gewesen war. Vor allem durch die schnell verwirklichte Kollektivierung haben die Kolonisten den inneren Zusammenhalt verloren. In diesen Jahren entstand eine eigenartige neue Siedlung in der Nähe von Gúta, unter dem Namen Ifjúságfalva, mit einer Modellwirtschaft nach sowjetischem Vorbild. Gründer dieser Siedlung waren solche jungen Slowaken, die im Rahmen des Bevölkerungsaustausches aus Ungarn (Tótkomlós und Pitvaros) hierher gelangt waren. Da auch die ungarischen Landwirte einer nach anderem der hier gegründeten landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft beitraten und da die Einzelgehöfte in Kissziget an Ifjúságfalva angeschlossen wurden, wurde die Siedlung mit früher slowakischer Mehrheit stufenweise magyarisiert. Die Volkszählung im Jahre 1991 ergab mehr als 70% Ungarn in diesem Dorf. Die Popularkultur und der Lebensstil der früher grundsätzlich von der Landwirtschaft lebenden Ungarn (ja sogar ihre Mentalität, ihr Verhältnis zu Arbeit und Boden) wurden von der Kollektivierung im Laufe der 50er Jahre noch nachhaltig betroffen. Offensichtlich wurde das frühere, auf Privatwirtschaften aufgebaute wirtschaftliche System und die danach folgende Vergenossenschaftung durch die kommunistische Machtübernahme 1948 grundlegend zerstört. Früher spielten die gesellschaftlichen Arbeiten im Leben einer Dorfgemeinschaft eine sehr wichtige Rolle. Mit der Auflösung der Privatwirtschaften sind die Möglichkeiten dafür auf ein Minimum gesunken. In Weinbaugebieten sind diese nur noch auf die Weinlese begrenzt, bzw. von den 60er/70er Jahren an beim Hausbauen realisiert worden. Der immer mehr spürbare relative Wohlstand, insbesondere im südwestlichen Teil des Landes, war seit der zweiten Hälfte der 60er Jahre auch den sich immer mehr verbreitenden “Folien-Kulturen“ (unter diesem Ausdruck versteht man aus Folie gefertigte Treibhäuser) zu verdanken. In den riesigen Folienzelten angebaute Produkte (Salat, Radieschen, Paprika, Tomaten usw.) verkauften die Bauer einerseits auf den Märkten der naheliegenden Städte (wie Komom, Neuhäusel, Galandau, Neutra, Lewenz, Trencsén, Topolcsán usw.), andererseits in entfernteren Orten (besonders in Mähren und in der Tschechei, in Steffelsdorf, Rosenau), Die aus dieser Tätigkeit stammenden Mehreinnahmen gaben sie für Prestigeartikel (wie Auto, Fernseher, Hi-Fi-Anlage, Kleidung usw.), bzw. für den Hausbau aus. 156