Sárospataki Füzetek 16. (2012)

2012 / 3-4. szám - TANULMÁNYOK - Jacob J. Doedens: A sétiták erkölcstelen utódai: az 1Móz 6,1-4 sétita-értelmezésének eredete

Bibelstellen auf Grabsteinen im Norden der Niederlande “Denn der Tod ist der Sünden Gold, aber die Gabe Gottes ist das ewige Leben, in Christo Jesu, unserm Herrn.”39 Ehrenzeichen:- Sprüche 10, 7a: “Das Gedächtnis der Gerechten bleibt im Segen.”40 Eine Bibelstelle als Ehrenzeichen kommt nur vereinzelt vor. Eine sehr beliebte Bibelstelle ist die Offenbarung Johannis 14, 13b: “Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben, von nun an. Ja der Geist spricht, dass sie ruhen von ihrer Arbeit; denn ihre Werke folgen ihnen nach.”41 Davon wird des Öfteren nur der erste Satz zitiert.42 Eine andere bevorzugte Bibelstelle ist Evangelium Johannis 11, 25: “Jesus spricht zu ihr (Martha): Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe.”43. Abgesehen von der Anführung von Bibelstellen, Gesängen44 und des ersten Paragraphs des Heidelberger Katechismus45 werden religiöse Überzeugungen auch in freien Texten zum Ausdruck gebracht. Meistens werden diese Überzeugungen in den Gedichten gestaltet, die im achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert und Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts auf Grabmalen angebracht sind.46 Auf jüdischen Friedhöfen gibt es außer Bibelstellen, die etwas über den Tod und den religiösen Überzeugungen aussagen, auch Zitate, die verwendet werden, um etwas über dem Verstorbenen als Person mitzuteilen. Deshalb können — anders als auf christlichen Grabmalen - auf jüdischen Grabsteinen Bibelstellen auch im Textfeld mit den biografischen Daten verwendet werden. Weil im hebräischen Alphabet jeder Buchstabe einen bestimmten Stellenwert hat, kann die Bibelstelle auch dazu dienen, um die Jahreszahl des Sterbejahres, selten des Geburtsjahres, zum Ausdruck zu bringen, wobei nur die Buchstaben, die einen Punkt tragen, mitzählen für die Angabe der Jahreszahl. Auf jüdischen Grabsteinen können Bibelzitate also auf drei Stellen Vorkommen: 1) oben, gesondert vom Text, 2) als Bestandteil des Haupttextes, nämlich in der Eulogie (Lobpreisung) oder als Ausdruck des Sterbens, und 3) am Ende des Textes als Chronogramm, um die Jahreszahl anzugeben.47 39 OTM -42. 40 ONL-27. 41 ONL-5. 42 ENM-9, ENR-2, ONL-19, OTM 4-3, NWK-4, 5, 22, 23, 75, 99, 141, 164, 230, WNL-10, 29, 37, WRH 9-3. 43 HVK-17, NWK-53, 63, WNL-38. 44 Gesang 14: OTM 5-3 “Jézus uw verzoenend sterven . . . .”. 45 OTM 19-4. 46 Siehe auch Jeroen de Jong, Gert van Klinken, Klaas Yntema und Bart Niek van de Zedde, “Dood, geloof en samenleving: teksten op negentiende-eeuwse zerken in Leermens”, in: Groninger Kerken 23/1, Januar 2006, S. 2-8. 47 Auch auf Synagogen wird das Chronogramm verwendet, nämlich für die Jahreszahl der Gründung. Die Verwendung eines Chronogramms in Grabinschriften kann man zuweilen auch außerhalb jüdischer Friedhöfe finden. In solchen Fällen geht es nicht um Bibelzitate. Ein bekanntes Beispiel ist wohl die Grabinschrift für Hugo de Groot. Die Großbuchstaben sind als römische Ziffern zu betrachten und zusammen zu zählen, wobei W = 10 (ein doppeltes „V“ ist). Die Gesamtzahl 1645 ergibt das Todesjahr: 2012/3-4 Sárospataki Füzetek 6f)

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