Sárospataki Füzetek 14. (2010)

2010 / 3. szám - TANULMÁNYOK

ENGHY SÁNDOR. am Ende des 8. Verses (toTT - jubeln) abgrenzen. Der Schlussvers verbindet das neue Lied, das von der Schöpfung gesungen wird, mit dem Urteil YHWHs, das in Gerechtigkeit und in Geradheit vollzogen wird. Gottes Tat als Grund der Freude Es ist auffalend im ganzen Psalm, dass die Tat des Menschen nie als Bedingung der Errettung vorkommt. Der Psalm erwähnt auch keine messianisdsche Gestalt in diesem Zusammenhang. YHWH selbst ist allein der Retter, der handelt. Auch die Missetaten der Vergangenheit kommen nicht in Frage als Hindernisse der Erret­tung. Der Mensch bleibt aber nicht passiv. Seine einzige Aufgabe ist aber nur, das neue Lied der Errettung in enormer Freude zu singen. Natürlich ist es nicht ein­fach, wenn jemand sich innerlich nicht glücklich fühlt. Hier geht es aber nicht um eine gespielte Freude, sondern um wahre, echte Emotionen. Die Bedingungen für diese ungeheuchelte Freude erfüllt YHWH selbst allein durch seine Errettung. Darum kann das neue Lied in extatischer Freude im kosmischen Umfang gesungen werden. Vielleicht ist es auch ein Teil des Urteils von YHWH: auch das ist Seine Entscheidung (tostöb - Vers 9) und ist nicht vom Menschen abhängig, dass er sich über die unverdiente Liebe YHWHs freuen kann. Bis in die kleinsten Einzelheiten ist in YHWH der Grund zur Freude beschlossen. In seiner Entscheidung sind die Gründe festgelegt, die die Freude ermöglichen. In YHWHs Entscheidung ist das begründet, dass der Mensch sich freuen kann. Der Psalm stellt YHWHs Hilfe dar, wobei allein seine Person die bedeutende, bestimmende Fuktion hat (niPtöln - Hif. Perf.). Deshalb kann die ganze Schöpfung ihr Lied der Errettung singen weil er selbst es ermöglicht, dass die Stimmen der Freude der Menscheit und der Natur in einer wunderbaren Symphonie harmonisch zusammen klingen. YHWHs Macht zeigt sich in der Aussenwelt auch dadurch, dass er die Innenwelt des Menschen erobert und durch sein Lied der Errettung hallt die ganze Schöpfung von Seinen Taten wider, wie der Morgen von dem Zwitschern der Vögel. So füllt YHWH selbst die ganze Erde. , Diese Tatsache erörtert die rabbinische Literatur,35 in der geschrieben steht: Wie Gott die ganze Welt füllt, so füllt auch die Seele den Körper, und wie er sieht, aber nicht gesehen wird, so sieht die Seele, aber sie selbst wird nicht gesehen. Wie er die ganze Welt ernährt, so ernährt die Seele den ganzen Körper und wie Gott im Innersten (Bezirk) des Innersten wohnt, so wohnt auch die Seele im Innersten des Innersten. YHWH macht also möglich, dass das neue Lied über seine errettenden Taten aus der inneren Mitte des Menschen heraus kommt und die Erde füllt. Die verschiedenen Wesen und Naturphänomene offenbaren in unterschiedli­cher Weise ihre unbegrenzte Freude, weil die Geschichte erkennen lässt, dass Is­rael, die Menscheit, die Welt nicht dem ständigen Kreislauf der Not unterworfen 35 „Just as the Holy One ... fills the whole world, so the soul fills the body. Just as the Holy One ... sees, but is not seen, so the soul sees but is not itself seen. Just as the Holy One ... feeds the whole world, so the soul feeds the whole body ... Just as the Holy One ... abides in the innermost precincts, so the soul abides in the innermost precincts.” — Seder Zera'im Berakoth 10a. 54. 24 SÁROSPATAICI FÜZETEK 2010/3

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