Sárospataki Füzetek 14. (2010)

2010 / 3. szám - TANULMÁNYOK

Enghy Sándor 15,39.3 Er entdeckt das gleiche Verb (Tin - Num 13,25) in der Geschichte der Spione, und sagt, dass die Augen die Spione des Körpers sind. Die Innenwelt und Aussenwelt hängt in diesen Geschichten zusammen. Die Spione beurteilen das Land nach ihrem Denken und handeln nach dem, was sie sehen. Die Quasten sollen die Israeliten an die Gebote Gottes erinnern, und sie sollen danach handeln und nicht danach, was ihr Herz begehrt und ihre Augen sehen. Es gibt also eine Wechselwirkung zwischen der Innenwelt und der Aussenwelt. Die Folgen des negativen Denkens - Hass, Egoismus, Unreinheit — waren sehr oft in der Geschichte Israels zu sehen: Die Ernte wurde weniger, der Regen blieb aus, der Feind hat im Krieg gesiegt. Zum anderen ist es auch im positiven Sinne wahr, was die Weisen feststellen: Was wir geben und ausstrahlen, kehrt wieder zu uns zurück. Wie es geschrieben steht: Wer wird geehrt? Der andere ehrt.4 Den Weisen gibt er Weisheit und den Verständigen Verstand (Dan 2,21). Es wird denen gegeben, die etwas haben, während denen, die nichts haben, alles genommen wird. In der jüdischen Mystik5 sind die menschliche Seele, die Dimension der Zeit und des Raumes verbunden und gestalten zusammen die ganze Schöpfung. Diese drei Komponenten der Ganzheit stehen ständig in Kontakt miteinander und be­einflussen sich. Wenn diese drei Dimensionen der Schöpfung miteinander voll­kommen harmonieren, dann offenbart sich der Heilige in der physischen Welt, im Menschen und im Kosmos. Die Zeit kommt zum Stillstand, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft schliessen sich zu einem Punkt der Ewigkeit zusammen. Die Psalmen 91, 98 und 102 sind besonders dafür geeignet, die Wechselwir­kung zwischen der Innenwelt des menschlichen Denkens, der innersten Gefühle und der Aussenwelt um ihn herum darzustellen. 3 „the eye sees, the heart covets and the body commits the sin” — Pentateuch with Targum Onqelos, Haphtaroth and Rashi’s Commentary / transl. into English and annotated by M. Rosenbaum and A. M. Silbermann in coll, with A. Blashki and L. Joseph. Jerusalem [1929-1934] Numbers 1933 77. 4 „Who is he that is honoured? He who honours his fellow-men...” — The Babylonian Talmud / transl. into English with notes, glossary and indices under the editorship of I. Epstein The Soncino Talmud I: Seder Zera'im. II-V: Seder Mo'ed, 1-4. VI-IX: Seder Nashim, 1-4. X-XIII: Seder Ne- zi.kin, 1-4. XIV-XVI: Seder .Kodashim, 1-3. XVII: Seder .Tohoroth. XVIII: Index. London 1978 Seder Nezi.kin Volume IV Aboth IV. 1. 43.; in nnt rflHan nt< T33Q - Die Mischna: Text, Übersetzung und ausführliche Erklärung mit eingehenden geschichtlichen und sprachlichen Einleitungen / unter Mitwirkung von Albrecht ... [et al.] hrsg. von G. Beer und O. Holtzmann IV. Seder Neziqin 9. Traktat ’Aböt. Gießen 1927 90. 5 „Verbindung von allem mit allem ... die noch vor der Trennung liegt ... die Seele und ihr Gegens­tand der Weg der Seele über die Abgründe der Vielheit hinweg zur Erfahrung der göttlichen Wirk­lichkeit, die nun als die ursprüngliche Einheit aller Dinge erscheint... <der Mystiker nimmt den Lauf der Geschichte vorweg, indem er den Genuss der Endzeit in sein eigenes Leben projiziert> - SCHOLEM, G.: Die jüdische Mystik in ihren Hauptströmungen. Zürich 1957 8. 9. 22.; Im letzten Zitat zitiert SCHOLEM einen Aufsatz von BENNETT.; „Joodse mystiek ligt verankerd in het jodendom, waarin een levende God zieh manifesteert in de gehele schepping” - LAENEN, J. H.: De kabbala ontsluierd. Kämpen 2005 13. 14 SÁROSPATAKI FÜZETEK 2010/3

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