Haiman György (szerk.): Kner Imre emléke 1890-1990 (Békéscsaba–Gyomaendrőd, 1990)

Kner Imre munkáiból (képek)

LUDWIG KOZMA ALS BUCHKUNST LER VON EMERICH i' N F. R iese Studie soll die buchkünstlerische Tätigkeit eines Mannes zusammenfassend darstellen.der im Auslande, besonders aber in Deutschland, in erster Linie als Architekt bekannt ist. Seine buchkünstlerische Arbeit soll als Ausstrahlung einer Persönlich­keit bewertet werden, wie ja das Lebenswerk eines Künstlers immer nicht anders einzuschätzen ist. wenn wir es auch in seine Zeit und in sein Milieu einstellen müssen, um die Grundlagen einer richtigen und gerechten Bewertung gewinnen zu können. Daß wir bei Kozma die Bedeutung seiner Persönlichkeit ganz besonders betonen, hat aber gewichtige Ursachen. Als erste nennen wir die Tatsache, daß Kozma, wie nur wenige Künstler heute, immer bestrebt ist auch die geringste Arbeit, welche er unter seinen eigenen Gesichtspunkten herstellen darf, in allen ihren Beziehungen zu erforschen und sowohl in der Konzeption wie in der Ausführung mit dergleichen Intensität durchzubilden. Er unlersucht nie das Verhältnis der Aufgabe zur aufgewendeten Zeit und Energie. So sehr er auch versteht, die Forderungen der Technik, der Wirtschaftlichkeit und der praktischen Brauchbarkeit abzuwägen und gleichmäßig geltend zu machen, so wenig nimmt er Rücksicht auf sich selbst. Er kann nicht eher mit der Arbeit aufhören, als er eine seinem Gefühl nach endgültige Lösung, welche dem jeweiligen Reifezustand seines Stils voll und ganz entspricht, gefunden hat. Wenn man seine Arbeitsmethode beobachtet, stellt man alsbald fest, daß dieser Mann immer aufs Ganze zielt, daß er unfähig ist. anders als organisch zu denken. Er gibt sich nie mit einer einzigen, herausgegriffenen Einzelheit ab, er kann sie nur in Bezug aufs Ganze bewerten Wenn er mit einem Teil des geplanten Werkes unzufrieden ist. streicht er ihn nicht, sondern skizziert sich immer gleich das Ganze neu. denn er kann diese Einzelheit nur ins Ganze eingeordnet neu aufzeichnen. Seine Werke wachsen wie Pflanzen oder organische Lebewesen, deren Entwicklungsstadien wie in Zeit­lupenaufnahmen festgelegt sind. Eine Skizze zeigt immer ein Stadium nach dem anderen, das nicht nur in einer Einzelheit vom vorhergehenden abweicht, sondern das in den inneren Zusammenhängen geändert und weiterentwickelt ist. Man sieht dann am Ende der Skizzen­reihe ein Werk, das naturnotwendig das werden mußte, was es ist; die Einzelheiten fügen sich mit einer Selbstverständlichkeit ins Ganze, daß man über die ihnen zugeteilte Rolle oder über ihre Einstellung und Betonung überhaupt nicht diskutieren kann Zu dieser Arbeits­methode ist Kozma eben dadurch gelangt, daß er immer und unermüdlich seine ganze Persönlichkeit einsetzt und stets zuerst die Prinzipienfragen der jeweiligen Aufgabe ent­scheidet Er hat sich selbst dazu erzogen, zuerst in Gedanken oft noch an der endgültigen Fassung oder Detaillierung einer früheren Aufgabe arbeitend, das Problem in allen seinen 2 Kozma Lajos könyvművészetéről írott cikke szintén a Gutenberg Jahr­buchban jelent meg, 1930-ban. Bemutatja, hogy a fiatal építész a század­elő forrongó irányzatainak, a népművészetnek és a magyar barokk forrá­sainak hasznosításával miként jutott el sajátos stílusához, amely a Kner­­nyomda tipográfiai irányát is meghatározta 179

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