Haiman György (szerk.): Kner Imre emléke 1890-1990 (Békéscsaba–Gyomaendrőd, 1990)

Kner Imre munkáiból (képek)

HANDGEMACHTES BUCH UND MASCHINENBUCH Von Emerich Kner DER Kampf um die Neue Kunst, der in allen Kunstdisziplinen der modernen Kunstpflege in unserenTagen ausgetragen wird, hat nun auch unser Arbeitsgebiet ergriffen. Das Problem der „Neuen Typographie“ ist in voller Aktualität da und wartet seiner Lö­­sung.DieBerechtigungdieserProblemstellungkanngarnichtbestritten werden, denn die Erscheinungen auf dem Gebiete der Buchkunst, der typographischen Formgebung sind ebenso chaotischer Natur, wie die aller anderer Gebiete. Da unser Zeitalter nicht mehr die impulsive, nai­ve, unbewußte Produktivität früherer großen, schöpferischen Kunst­epochen besitzt, sondern den Schöpfungsvorgang in die Sphäre der be­wußten Gestaltung zu erheben bestrebt ist, ist es wohl an der Zeit, ein­mal das Problem in allen semen Zusammenhängen zu erfassen und zu versuchen, die prinzipiellen Grundlagen der Frage klarzustellen. Alle Kunst ist zu Anfang angewandte Kunst, Zweckkunst gewesen. Der Mensch verwendete die Kunst als Mittel zur Erreichung gesteigerter Ausdrucksmöglichkeiten, wenn er so etwas zu sagen hatte, was er in seiner Alltagssprache nicht ausdrücken konnte. Die Kunst half für diese wichtigen Mitteilungen eine geeignete, die Aufnahmefähigkeit, das Verständnis fördernde feierliche Stimmung zu erwecken, das Erhabene, das Göttliche uns näherzubringen. Nur der Neuzeit ist es Vorbehalten gewesen, die Kunst als Selbstzweck, die Kunst an sich zu erfinden. Die Gesichtspunkte, welche wir noch vor kurzer Zeit bei Beurteilung von Kunstwerken verwendeten, wären den Zeitgenossen früherer großer Kunst unverständlich gewesen.Diese Gesichtspunkte wechselten nach der jeweiligen Mode längere Zeit ab. Einmal erschien uns die Mache, die ..Faktur', die persönliche Handschrift des Künsders wichtig, dann suchten wir nach dem Stimmungsgehalt des Kunstwerkes, wir versetz­ten uns in die persönliche Anschauungsweise des Künstlers und sahen es als natürlich an, daß das Kunstwerk nur für die Wenigen bestimmt ist, die fähig waren, sich in diese Anschauungsweise zu versetzen. Zu gewissenZeiten interessierten uns kunsttechnische Fragen, dann drang wieder das Stilproblem in den Vordergrund, und dabei waren alle diese 221 Szívesen látott szerzője volt a könyvtörténet és könyvművészet nem­zetközi tekintélyű évkönyvének, a Mainzban megjelenő Gutenberg Jahrbuchnak. Az 1929. évi kötetben a kézzel készített és a géppel gyártott könyv kérdéseiről értekezve, a hagyomány és az újítások viszonyát fejtegeti 177

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