Fazekas Rózsa: Gróf Károlyi György naplófeljegyzései 1833–1836 - A Szabolcs-Szatmár-Bereg Megyei Levéltár Kiadványai II. Közlemények 26. (Nyíregyháza, 2003)
Függelék - A naplófeljegyzések német nyelvű szövege
machen. Wenn ich mir nicht schon vorgenommen hätte, den Winter in Neapel zuzubringen, würde ich mir gar nichts daraus machen, hier zu bleiben, doch da ich nicht weiß, ob ich werde 2 Winter in Italien zubringen können, so will ich doch mit den besseren oder vielmehr mit den unterhaltlicheren den Anfang machen. Ich lese jetzt gr. Stolbergs Briefe aus Italien im Jahre [17] 92, die nach meiner Idée viel besser als die jetztigen guides de voyageurs sind. Besonders seine Beschreibungen der römischen Altertümer sind äußerst belehrend et on voit qu' il a approfordi les choses. 24. [Dezember]. Gestern war ich in der Oper Anna Bolena zur Eröffnung der Saison. Es war aber unter aller critique schlecht, außer Débény, deren Stimme schon sehr schwach und ausgesungen ist, habe ich nicht einen guten Ton gehört. Eine course in die Campagnie vorigen Freitag den 27 ten hat mich recht gefreut, wir ritten in Begleitung Mister Percy nach Vélia, ein altes Römer Schloß ungefähr 11 Meilen [17,7 km] von hier, das sehr schön liegt, und der Weg dahin recht angenehm. Uberhaupt hat die campagne von Rom einen sonderbaren Anblick, die Wilden wenig oder gar nicht kultuvierten Triften das überall herum in zahlreihen Herden, weidende Hornvieh würde ganz an die Pußten in Unterungarn erinnern, wenn nicht auf der anderen Seite sehr oft Hügel mit allerliebsten Tälern, und wenn man aus denen herauskömmt, schließt das tableaux meistens eine herrliche Aussicht gegen die entfernten Apenninen. Es ist daher ganz falsch, wenn man sagt, daß die campagne von Rom ganz, wie unser Alföld aussieht, ich wollte, es sehe so aus. Im Rückweg ritten wir über den Monte Mario, einen Punkt, von dem man die herrliche Aussicht auf die Stadt genießt. Als ich nach Hause kam, fand ich die H. von S. aus Wien, was ich schon bei meiner Abreise befürchtete, geschah dann wirklich. Doch ich werde mein möglich tes tun pour couper court. 30. [Dezember], Fuhr ich von Rom in der Früh weg und kam den 31 tm gegen ein Uhr hier in Neapel an. Der Weg bis hierher ist sehr schön und voll geschichtlicher Altertümer, da [auf dem] Bord fährt man fast die ganze Zeit die Pontinischen Sümpfe [entlang], ausgenommen [wenn wir uns] auf klassischem Boden nähern, auf der Via Appia. Ich machte den interessantesten Teil des Weges nämlich von Tor Tre Ponti bis St. Agatha bei der Nacht, so kann ich nicht viel von der Schönheit sagen, außer was man in dem guide de voyageur liest. Da ich aber diesen Weg noch oft machen werde, so hoffe ich, noch manches mir hierüber aufzeichnen zu können.