Pók Judit: Szabolcs vármegye 1782–1785 - A Szabolcs-Szatmár-Bereg Megyei Levéltár Kiadványai II. Közlemények 11. (Nyíregyháza, 1996)

Komitat Szabolcs (1782-1785) Das anläßlich der 1100. Jahreswende der Landnahme erscheinende Album stellt aus der 1. militärischen Auihahme die Kartenblätter des Komitats Szabolcs dar, mit den gehörigen Be­schreibungen zusammen. Das als Josephinische Aufnahme genannte monu­mentale Werk der Kartographie ist eines der größten Andeken des 18. Jahrhunderts, es ist die erste Auihahme von großem Maßstab des Reiches Habsburg. Im Zuge der von 1763 bis 1787 dauern­den Arbeit wurden 5400 geographische Aufhahme­blätter Maßstab 1:28800 gemacht, davon stellen 1451 Kartenblätter Ungarn zusammen mit Trans­sylvanien und dem Temescher Banat dar. Der Leiter der geographischen Aufhahmearbeiter war der Oberst Alexander von Neu, unter dessen Leitung 60 Kartographen arbeiteten, alle diese waren über ausgezeichnete Fähigkeiten verfugende Generalstabs- und Ingenieurstabsoffiziere der Armee. Die Kartenblätter wurden nur in zwei handgezeichneten und gemalten Exemplar gefer­tigt. Die zeitlich erste mid zugleich originale Aufnahme wurde auf dem Terrain gefertigt, das zweite Exemplar, - die sogenannte Reinzeicluiimg ­von Oflizierschülern der militärischen Akademie durchgezeichnet. Den farbigen mit Handschrift versehenen Karten­blättern schließt sich eng die Landesbeschreibung an, die für die Auslegung der Kratenblätter unent­behrliche und durch geographische Symbole nicht ausdrückbare Informationen enthält. Jede einzelne Ortschaft wurde aufgrund der durch den Hofkriegs­rat bereits 1763 festgelegten selbigen Fragepunkte aufgenommen, d. h. Entfernung von den benach­barten Ortschaften, die vorhandenen festen Ge­bäude, Gewässer, Wälder, Wiesen und Sümpfe, die Güte der Strassen, die Gebirge in der Umgebung und Bemerkungen. Nach diesen Angaben er­schließt sich uns die vor den großen Naturumbil­dungsarbeiten (Flußregulierung, Trockenlegung) bestehende durch menschlichen Eingriff kaum berührte Landschaft vom Ende des 18. Jahrhun­derts. Die Auihahme wurde nach ihrer Fertigimg zu einem wohlbehüteten und vor der Öffentlichkeit völlig versperrten Kriegsgelieünnis, auch die oberste Militärleitung konnte nur mit Genehmigung des Kaisers in diese Einsicht nehmen. Sie konnte je­doch auch nach dem Aufheben der Geheimhaltung infolge der mnständlichen Zugänglichkeit erst vom Anfang des 20. Jahrhunderts an in wirtschaftlichen Kreisen bekannt werden. Sie wurde zum militä­rischen Zwecke, für die Armee und durch Militär­apparat zustande gebracht, daher ist ihr militä­rischer Charakter ausschlaggebend. Zugleich er­öffnet die unvergleichliche Datenfülle der Be­schreibung und Kartenblätter breite MögÜchkeiten für die Prüfung von Fragen der Historie, Ortge­schichte, Geographie, Siedlungsstruktur, Verkehrs­geographie, Archéologie und von vielen anderen Fragen. In diesem Band läßt das Archiv der Selbstver­waltung des Komitats Szabolcs-Szatmár-Bereg aus dieser Quelle von großer Bedeutung erstmals einen größeren Umfang erscheinen, d.h. den Stoff des historischen Komitats Szabolcs. * * * Szabolcs County (1782 - 1785) The album published to commemorate the 1100th Anniversary of the Hungarian Conquest, contains the map segments and their descriptions of Szabolcs County made as part of the 1st Military Survey. The great cartographical enterprise known as the Em-peror Joseph Survey is one of the most impor­tant historical relics of the 18th century, and the first large-scale cartographical survey of the Hapsburg Empire. During the works from 1763 to 1787 a total of 5400 map segments were prepared in the 1:28800 scale. Hungary, together with Transsylvania and the Banate of Temes, was mapped on 1,451 segments. The officer in charge of the survey in Hungary was Colonel Alexander von Neu, who supervised the work of 60 cartographers, all excellent officers of the General Staff and the Corps of Engineers. Each map segment was only prepared in two hand-painted copies. Hie first and original one (Original Auihahme) was prepared out on location, and the second, the fair copy (Reinzeichnung) was copied from it by the students of the Military Academy. The description of the area (Landesbeschrei­bung), indispensable for the interpretation of the map, is closely connected to each segment. These descriptions contain information not expressable in geographical signs. Each settlement was surveyed according to the storting point identified by the Royal Councü of War in 1763. These are: distance from the neighbouring settlements, solid buildings, waters, forests, meadows, swamps, the quality of roads, neighbouring mountains and "other remarks. " As a result of these, we find in this sur­vey the 18th century landscape, barely affected by the work of man, before the great nature transform­ing works (regulation of rivers, draining of swamps etc.). When the survey was complete it became top sec­ret, carefully protected from the general public. Even the supreme mihtary commanders could only have access to it by permission from the Emperor. When rigidly confidential treatment had finally been banned, access to it was still complicated and cumbersome, and the maps only became known for scientists in the early 20th century. It was prepared for military purposes by military personnel, so its military nature is determining. The largescale maps, with a uniquely abundant stock of data and information also offer an extraordinary opportunity for historical, local historical, geographical, settle­ment structural, transport and communications geo­graphical and archeological examinations, to men­tion but a few. Hie Archives of the Local Government of Sza­bolcs-Szatmár-Bereg County is the first to use this source of great importance to publish the material of a larger area, that is, old Szabolcs County.

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