Ein Führer zur Stadtgeschicte und zum Archiv (Székesfehérvár, 2003)

DIE GESCHICHTE DES SZÉKESFEHÉRVÁRER ARCHIVS

zwei Gegnern. Man weiß nur sehr wenig über seine Tätigkeit aber die Protokolle der Ratsitzungen wurden zu Ende des Jahres geschrieben. Der Offizierkörper der Stadt kündigte am 3-ten November 1861. Laut Kündigungsbrief gab es zu dieser Zeit keine Verwaltung in unse­rer Stadt. Die unerledigten Akten, der Kassenschlüssel und der Stadt­stempel wurden in dem Archiv abgegeben. Das Personal der Polizei und des Bildungswesens, die kirchlichen und medizinischen Ange­stellten behielten ihre Amter aber alle eingetroffenen offiziellen Briefe wurden ohne Aufschließen im Archiv abgelegt. Im Mai 1 867 wurden die Amtsträger bei der Beamtenneuwahl durch Akklamation gewählt. Die Voten wurden sehr selten gezählt, so z.B. nur bei Bürgermeister- und Archivarwahl. Um das Archivaramt bewarben sich 4 Personen aber nur Domonkos Grieger und Henrich Bam­hek wurden zur Wahl unterbreitet. Geiger hatte 564 Voten, 64 er ge­wann mit überwiegender Mehrheit und arbeitete bis 21 -sten Oktober 1869 in seinem Amt. Da wurde er zum Sekretär der Sparkasse. Sein Nachfolger war István Pölhösi. 65 Die nach dem Ausgleich ausgestaltete Stadtverwaltung funktio­nierte bis 1870. Die Umorganisationsarbeite des Munizipalrates be­schleunigten sich nach der Erneuerung des Amtes des Hauptgespans József Zuber (11. August 1871). Nachdem das Munizipalratsgesetz verabschiedet worden war, 66 wurde ein Munizipalbehörde gestaltet, wo der Archivar unter den Verwaltungsbeamten erwähnt wurde. Er verfügte sogar über Votenrecht in der Versammlung, sein Arbeitskreis wurde aber nicht einmal in der am 27-sten Februar 1872 verabschie­deten Organisationsschrift festgelegt. Das Amt des Hauptgespans war bei der Organisation der über Munizipalrecht verfügenden Städte - genauer gesagt der freien könig­lichen Städte - neu. Früher setzte sich die zentrale Regierung gegen die freien königlichen Städte durch den königlichen Rat durch. Sogar diese Aufsicht wurde 1848 aufgelöst. Die Städte nahmen dieses Amt selbstverständlich nicht gern an. In Székesfehérvár wurde der Haupt­gespan aus einer namhaften Familie gewählt. Diese Person war der Hauptgespan sowohl von Székesfehérvár als auch von Pécs. 67 Die Umorganisation der Verwaltung in 1870 trennte die Amter des komitatlichen und städtischen Hauptgespane voneinander. Das Bestehen des Hauptgespanamtes bedeutete, daß die städtische Selbst-

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