Ein Führer zur Stadtgeschicte und zum Archiv (Székesfehérvár, 2003)

DIE GESCHICHTE DES SZÉKESFEHÉRVÁRER ARCHIVS

Unterbringung der Akten des Gerichtsstuhles und ein Almárium in sein Arbeitszimmer. 21 Lasits arbeitete bis zu seinem Tode hier, dann 1827 wurde von 4 Kandidaten ein Schreiber, Károly Fanta ausgewählt, 22 der später mit höheren Amtern bekleidet war. Im Jahre 1848 wurde er zum Ratsher­ren gewählt, 23 sein Nachkommer war János Mihalik. 24 Er stand bereits seit 15 Jahren im Dienste der Stadt, er arbeitete auf dem Notariat, 25 wo er sogar in seinem Amt vom königlichen Rat bekräftigt wurde. 26 Als Archivar hatte er in den ersten Zeiten eine grössere Arbeit auf sich zu nehmen, er musste Protokolle übernehmen, Listen und Aus­weisungen fertigen. Das Personal des Archivs wurde 1 833 größer, György Horváth wurde dazu gerufen. János Mihalik bat auch später um Hilfspersonal aber es gab keine Möglichkeit zur Anstellung eines Mitarbeiters. Der königliche Rat, Dávid Meirich interessierte sich für die Arbeit des Archivs und auch anderer Amter.Er bat um Auskunft über die Tä­tigkeit und Funktion des Archivs bei der königlichen Ratkörperschaft. In der Antwort stand, daß das Archiv 1 793 auf die Initiative von János Latinovits ins Leben gerufenwurde, ohne schriftlichen Auftrag. Die Ar­chivaren durften ausschließlich mit der Erlaubnis des Notariats Akten aushändigen. 27 Die Instruktionen zum Archiv wurden 1824 ausgearbeitet. 28 Im Jahre 1813 wurde das Gebäude bedeutend umgebaut; einige Teile wurden abgerissen und an deren Stellen neue Teile aufgebaut. In ei­nem solchen neugebauten Teil wurde auch das Archiv unterge­bracht. 29 Der Platz erwies sich aber wegen der immer grösser werden­den Administration zu wenig, so entschied man sich 1 837 für den Bau eines neuen Sitzes. Das Gebäude entwarf Miklós Ybl im klassizisti­schen Stil, es wurde aber leider nie aufgebaut. Die Stadt erhielt nicht nur das städtische sondern auch die Archi­ve des Pfarramtes. Es gibt wenige Angaben darüber, daß die Stadt die Unterbringung des Archives in dem innenstädtischen Pfarramt unter­stütz hat. Den Bau des sich in dem Turm der Pfarrkirche befindenden Archivs bezahlte die Stadt. 30 Im Jahre 1 777 wurde das Bistum gegrün­det und die innenstädtische Pfarrkirche funktionierte als eine Basili­ka. Man plante das Archiv in einem Nachbargebäude einzurichten

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