Ein Führer zur Stadtgeschicte und zum Archiv (Székesfehérvár, 2003)
ÜBERBLICK DER HISTORISCHEN LITERATUR VON SZÉKESFEHÉRVÁR
der Humanist Orbán Nagylucsei Dóczi als Propst, er wurde später Bischof von Wien. Hier amtete auch Miklós Oláh als Dompfarrer (1493-1568), er galt ebenso als namhafter Humanist seiner Zeit. Von diesem reichen schriftlichen Material sind nur Spuren erhaltengeblieben, das Verhältnis zwischen Zivil- und Stadtgeschichte ist aus den ehemaligen städtischen Quellen schwer zu rekonstruieren. Das Archiv von Székesfehérvár (freie königliche Stadt) wurde völlig zugrundegegangen. Ahnliche Weise sind auch die schriftlichen Materialien der kirchlichen Anstalte heruntergegangen. Als Ausnahme 1 gilt das Archiv des Székesfehérvárer Konvents namens Stefan der Heilige, das durch die Kreuzritter des Ordens Heilige Johannnes von Jerusalem verwaltet wurde. Zusammenhängende Schrifte stammen erst von der Türkenzeit zur Verfügung. * Székesfehérvár verfügt über eine sehr reiche ortsgeschichtliche Literatur, die mit Forschungen und Publikationen ihren Anfang nahm. 2 Die erste umfassende Arbeit, die die komplette Geschichte der Stadt vorzustellen versuchte, erschien 1861; Verfasser war Kálmán Tagvosi Csapó, 3 Student des Rechtswesens. Er wurde später Rechtsanwalt und gab sein Hauptwerk „Die Geschichte von Székes-fehérvár" durch den Buchhändler Antal Räder am. Dieses Werk bearbeitet in erster Linie die frühere Zeit der Stadtgeschichte und erwähnt werden die Kirchen aus der Árpádenzeit, die Krönungsstätte und die Basilika, das Stadtwappen und auch das Wappen der Lateine. Die allgemeine Zusammenfassung der Stadtgeschichte wurde mit der Hilfe des Werkes von Imre Palugyai (1854) - Titel: Ungarns neueste historische und staatliche Beschreibung - rekonstruiert. Der Band wurde durch Urkundenaufzählung und Illustrationen ergänzt. Die veröffentlichten Quellen sind die Privilegienurkunden von Leopold L, Maria Theresia und Ferdinand I. Obwohl es nicht zur Ortsgeschichte gehört, sollte auch das Werk „Die Ergebnisse der Ausgrabungen der Krönungskirche zur Jungfrau" von Imre Henszlmann erwähnt werden. 4 (Erwähnenswert ist auch die Arbeit