Ein Führer zur Stadtgeschicte und zum Archiv (Székesfehérvár, 2003)

GESCHICHTLICHER ÜBERBLICK ÜBER SZÉKESFEHÉRVÁR

In den Jahrzehnten nach dem Freiheitskampf stagnierte die Stadt, trotz den weiteren Bauarbeiten in der Stadt und dem Ausbau des Eisenbahnnetzes. Die Bevölkerungszahl war niedriger. Neben der wirtschaftlichen Entwicklung bekam die Stadt neue Institute. In den 1 850-er Jahren wurde ein Mädchenerziehendes Institut nach der Stif­tung von Ferenc Farkas gebaut. Zu dieser Zeit öffnete seine Türe der erste Kindergarten von József Rapos. In dem Zeitalter des Neoabsolutismus verlor Székesfehérvár ihre Selbstständigkeit und war zwischen 1 850-60 dem Komitat Fejér un­terordnet. Die Stadt folgte den Unabhängigkeitstraditionen. Dazu ge­hörten unter anderem die Vörösmarty Statuengremium von Székes­fehérvár und die Gesellschaft zur Förderung der ungarischen Schau­spielkunst von Fehérvár. Das Statuengremium ergriff die Initiative um die Statue von Vö­rösmarty zu errichten. Nach langjähriger Arbeit wurde die Statue am 6-ten Mai 1866 auf dem vom Dichter genannten Platz eingeweiht. Der Künstler war Miklós Vay. Die Schauspielkunst fördernde Gesell­schaft half das Theater zu finanzieren und es zu bauen. Bei den Wahlen des Landesversammlungsvertreters 1861 ge­wann auch die Unabhängigkeitspolitik. Die Wähler unterstützten eindeutig den Grafen István Batthyány (Partei der Bestimmung). Auch bei den nächsten Wahlen gewannen die Mittellinken, die Erben der Partei der Bestimmung, Mandat. In den dualistischen Zeiten veränderte sich das Kulturleben der Stadt, 1867 wurde der Vörösmarty Kreis gegründet, der 100 Jahre lang eine bestimmende Rolle im kulturellen und gesellschaftlichen Le­ben der Stadt spielte. Nach seiner Initiative wurde die Aktiengesellschaft zum Aufbau des Steintheaters organisiert. Das Grundstück spendierte die Stadt, das Gebäude wurde im August 1874 geweiht. Die Schauspielkunst wurde bis 1922 von dem Verein zur Förderung des Schauspiels gepflegt. Die Stadt wurde auch mit Sammlungen bereichert, 1874 wurde der Verein der Archäologen von Székesfehérvár und Komitat Fejér, 1895 öffnete ihre Türe die erste städtische Bibliothek. Davor existier­ten Lesezirkel, die Wichtigeren unter denen waren der Lesezirkel von Palotaváros und der Lesezirkel von Tóváros. Der Lesezirkel von Palotaváros wurde ziemlich spät, 1873 ins Leben gerufen. Diesem

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