Császár István - Soós Viktor Attila: Der ungarische Tarsitius. Das Leben und Martyrium von János Brenner, 1931-1957 (Szombathely, 2003)

Skizze über die Verfolgung der katholischen Kirche in Ungarn (1945-1957)

in seine Brust wurde er mehrmals gestochen. Der Stich in seine Kehle brachte ihm schließlich den Tod. Nach der Feststellung des Arztes starb er an Atemnot. János Brenner wurde durch ins­gesamt 32 Messerstiche getötet. Die Angreifer schleppten den Kaplan, der noch am Leben war, hinter das Haus von Somfalvi in der Nähe des Tatortes mit der Absicht, ihn dort in den ausgetrockneten Brunnen hineinzuwer­fen. Die Hunde bellten aber so laut, dass die Bewohner des Hauses wach wurden und Licht anmachten. So erinnert sich Katalin Somfalvi an diese Nacht: „ Ich schlief im hinteren Zimmer. Das Fenster sieht gerade dorthin, wo der Kaplan getötet wurde. Gegen 2-3 Uhr erwachte ich vom lauten Bellen unseres Hundes und hörte einen Schrei: 'Hilfe! Hilfe! Ich werde getötet!' Ich habe gedacht, ich muss helfen, egal wer es ist. Ich wollte das Das Haus von Somfalvis Fenster aufmachen, aber es war, als ob etwas mich an der Hand gehindert hätte, damit ich das Fenster nicht aufmachte. Dann weckte ich meine Eltern, die auch hinter mir ins Zimmer kamen und ebenfalls die Stimmen hörten. Nachher gingen wir, meine Mutter, mein Vater, meine Großmutter und ich, gemein­76

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