Császár István - Soós Viktor Attila: Der ungarische Tarsitius. Das Leben und Martyrium von János Brenner, 1931-1957 (Szombathely, 2003)

Skizze über die Verfolgung der katholischen Kirche in Ungarn (1945-1957)

Praktische! Durch Deine Arbeit heilige auch Dich selbst! Deine Pfarrstelle mögest Du bis zum 1. September cmtreten, so dass Dein Vorgänger noch am 1. September an seiner neuen Pfarrstelle ankommen kann. Melde Dich so schnell wie möglich in meiner Behörde, um die Erlaubnis für das Betreten der Grenzzone bekommen zu können. Damit Deine Tätigkeit Gott gefalle und seine Gnaden Deinen Weg begleiten, gebe ich Dir aus tiefstem Herzen meinen apos­tolischen Segen. Ich empfehle mich Deinen Gebeten und bleibe Dein wohlwol­lender Vater in Christo: Bischof Sándor " János Brenner begann dementsprechend seine Tätigkeit als Kaplan in Rábakethely bei Pfarrer Dekan Dr. Ferenc Kozma. Dieser Ort ist der zweite Bezirk von Szentgotthárd, direkt an der ungarisch-österreichischen Grenze. Zur Pfarrei gehörten vier Filialen: Magyarlak, Máriaújfalu, Zsida und Farkasfa. Der Pfarrer war ein tief geistiger Mensch und dabei wis­senschaftlich ausgerichtet. Er hielt sich lange Zeit in Frankreich auf, setzte sich in der ungarischen Mission in Paris ein und wurde dann Spiritual im Priesterseminar in Szombathely. Seine weite französische Bildung war für den jungen Kaplan von Vorteil, er beherrschte ja selbst auch ausgezeichnet die franzö­sische Sprache. Der Herr Dekan gab ein gutes Beispiel und half dem neuen Priester viel in der Seelsorge. Die Gläubigen stell­ten zufrieden fest, dass der Pfarrer und der Kaplan in Eintracht lebten und gut Zusammenarbeiten konnten. József Monek, Einwohner von Zsida, erinnert sich an die erste Begegnung mit János Brenner: ..Herr Dekan Kozma brachte Kaplan János Brenner mit, um 56

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