Császár István - Soós Viktor Attila: Der ungarische Tarsitius. Das Leben und Martyrium von János Brenner, 1931-1957 (Szombathely, 2003)
Mitpriester über den Märtyrer
Während dieser kurzen Zeit besuchte er einmal seine Eltern in Szombathely mit seinem Motorrad „Csepel“. Unterwegs kam er in Kisunyom vorbei und besuchte mich. Dieser Besuch tat mir, dem neugeweihten Priester, sehr gut. Am 20. Sptember 1962 kam ich dann nach Rábakethely und wurde sein Nachfolger: Ich wohnte in seinem Zimmer. Den Koffer, in dem sein blutiges Rochett und die Versehburse aufbewahrt waren, hütete ich gut. Auch auf dem Weg, der von Rábakethely nach Zsida führt, ging ich oft, wenn ich am Sonntag hier die heilige Messe feierte. Einmal brachte ich Herrn Dekan Kozma mit einem deutschen Priesterbruder nach Zsida und er zeigte uns den Ort des Martyriums von János und erklärte die Geschehnisse. Das Martyrium von János erschütterte uns alle. Auch seinen ehemaligen Spiritual, den heiligmäßigen P. János Böck. Am 17. Dezember 1957 schrieb er an die Eltern von János einen Brief, in dem er sein Beileid und das der Mitpriester zum Ausdruck brachte. In dieser Betrachtung möchte ich einige Gedanken aus diesem Brief aufgreifen. 1. Er bittet die Eltern, dass wir „dieses für das Menschenherz so schmerzliche Geschehnis im Licht des Glaubens betrachten und in der Kraft der gotteskindlichen Liebe verstehen mögen. “ Die frommen und tiefgläubigen Eltern haben wohl dieses schmerzliche Geschehnis in diesem Geist angenommen. Sie glaubten daran, dass Gott denen, die ihn lieben, alles zum Guten fuhrt. Auch den Tod. Auch dieses für das Menschenherz so schmerzliche Geschehnis. Der himmlische Vater liebt seine Kinder und verlässt sie nicht. Mögen wir daran denken in schwierigen Situationen oder in tragisch erscheinenden Ereignissen! Im Brief geht es weiter: 2. Bei seiner Priesterweihe baten wir den Herrgott für ihn mit den Worten der betenden Kirche: „Die ganze Schönheit des 154