Császár István - Soós Viktor Attila: Der ungarische Tarsitius. Das Leben und Martyrium von János Brenner, 1931-1957 (Szombathely, 2003)

Bekenntnisse

Der sterben musste Pfarrer Ernő Hencz aus Zalacséb - Ich bin sehr froh, dass ich den von mir verehrten János Brenner vorstellen darf, und zwar meiner Meinung nach auf der schönsten Darstellung, die ich je von ihm gesehen habe. Éva Mester hat dieses Glasfenster am 17. November 1995 angefer­tigt. Unten steht sein Primizspruch: „Gott führt bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten“, auch den Tod ... József Brenner- Nach dem Prozess wollte man alle Spuren von meinem Bruder beseitigen. Oft habe ich erzählt, dass sein Bild im Priesterseminar in Győr auf Befehl abgehängt wurde. Seine Bilder wurden bei der Kirchweihe in Magyarlak polizeilich beschlagnahmt. Man hat nicht genehmigt, das Denkmal in der Kirche in Magyarlak aufzustellen. Der Argwohn war spürbar. Frau Bukits- Um den Todesfall haben wir gewusst, aber den Mord selbst hat meine Mutter erst auf ihrem Totenbett erzählt. Sie durfte davon nicht reden und der größte Schmerz war für sie, dass sie es in sich verschließen musste und nicht sprechen durfte. An ihrem Totenbett habe ich ihr versprochen, dass wir darüber sprechen werden. Wenn wir davon reden dürfen, warum sollen wir es verheimlichen? László Brenner - Ich will meinen Bruder nicht seligsprechen, kann es auch nicht tun. Es ist aber sicher, dass seine ganze Persönlichkeit etwas von Heiligkeit hatte. Dies hatte eine Wirkung und eine Ausstrahlung auf die Menschen. In der übernatürlichen Welt gelten übrigens andere Gesetze als in der natürlichen Welt. Wir 132

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