Császár István - Soós Viktor Attila: Der ungarische Tarsitius. Das Leben und Martyrium von János Brenner, 1931-1957 (Szombathely, 2003)
Bekenntnisse
Erzsébet Kurucz - Wir gingen los, auf dem kürzeren Weg. Damals wussten wir noch nicht, dass er durch diese Tür die Kirche verlassen hatte und auf diesem Weg gegangen war. Dieser Weg wurde nur tagsüber benutzt, wenn einer zum Religionsunterricht ging oder zur Messe in die Schulkapelle. Viele kamen dorthin, um zu schauen, wo er lag. In der Nähe der Schulkapelle gab es einen Misthaufen neben einem Bauerhaus, dort lag er tot. Alle sagten, wenn es sich nicht herausstellt, wer der Mörder ist, dann ist es sicher, dass die Kommunisten ihn getötet hatten. Anderes sagten die Gläubigen nicht, nur dies. Vom ersten Augenblick an betonte man, dass dieser Mann ein Märtyrer ist, er war nämlich beim priesterlichen Dienst ermordet worden. „Zu einer Zeit József Brenner- Jeder Priester wusste, dass wir in Gefahr lebten. 1956 wurde die Rede von Kardinal Mindszenty, die von Papst Pius XII. und ein Tagebuch aus dem Zentralpriesterseminar über den Aufstand herausgebracht, dessen Titel „Mein lieber Freund!“ war. Es wirbelte später viel Staub auf, denn ein großer Prozess entwickelte sich daraus, sechszehn Priester saßen wegen dieser Sache im Gefängnis. Einmal kam ein Anruf, ich sollte am nächsten Tag sofort in die Gyorskocsi Straße gehen. An den zwei Tagen vorher wurden bei mir Hausdurchsuchungen gemacht. Am ersten Tag in Szombathely bei meiner Familie, am zweiten Tag, nachdem ich nach Győr zurückgekehrt war, im Priesterseminar. In Szombathely kamen die Leute der Staatssicherheitsbehörde in der Nacht und hämmerten an der Tür. Einer von ihnen sagte, er schieße das Haus zusammen, 119