Császár István - Soós Viktor Attila: Der ungarische Tarsitius. Das Leben und Martyrium von János Brenner, 1931-1957 (Szombathely, 2003)
Bekenntnisse
Es gehört zu jedem Seligsprechungsprozess, die Personen aufzusuchen, die in Verbindung standen mit dem, der seliggesprochen wird. Das geschah auch bei János Brenner, dessen Seligsprechungsprozess der Diözesanbischof von Szombathely 1999 in Gang gesetzt hatte. Infolgedessen haben wir angefangen, alle zu besuchen, die János Brenner als Kind, Gymnasiasten, Oblaten, Novizen, Priesteramtskandidaten oder Kaplan in Rábakethely kannten. Die Zeugenaussagen haben bei der Zusammenstellung der Biographie in großem Maß beigetragen, weil wir dank der Erinnerungen der aufgesuchten Personen Einblick in das Leben des Dieners Gottes János Brenner gewinnen durften. Außerdem ist dadurch klar geworden, dass die Seligsprechung von János Brenner den Menschen sehr am Herzen liegt. Sie antworteten mit großer Bereitschaft auf die Fragen und benannten weitere Personen, von denen sie wussten, daß sie mit ihm Kontakt hatten. Auf diese Weise kamen wir nach Budapest, Galanta, Graz, Győr, Sopron, Pécs, Zirc und noch an andere Orte in Ungarn, wo wir Erinnerungen und persönliche Gegenstände sammelten. Bisher haben wir 70 Besuche abgestattet, durch die wir viele aufschlussreiche Informationen erhalten haben. Es folgen Texte von zwei Filmen, die treu widerspiegeln, dass die Erinnerung an János Brenner auch nach 45 Jahren in den Herzen der Menschen lebendig geblieben ist. Der erste Film wurde von zwei Zisterzienserschülern in Budapest, Károly Gerse und Antal Söveges, zum 40. Todestag von János Brenner gedreht und in einem kleineren Kanal gesendet, deshalb erreichte er kein größeres Publikum. Aus diesem Film bringen wir hier einige Auszüge. Den zweiten Film unter dem Titel „Zu der Zeit der Heiden“, den Mihály L. Kocsis und Péter Kovács produzierte, konnten viele in Ungarn 108