Minárovics János: Tűzoltó Múzeum évkönyve 3. 1986-1987 (Budapest, 1988)
I. RÉSZ TANULMÁNYOK - DR. SZABÓ KÁROLY: PÉCS TŰZVÉDELMÉNEK TÖRTÉNETE A DUALISTA MAGYARORSZÁGON 1867-1918
nur 5 Wagenspritzen, 3 Handspritzen, 24 wasserholende Wagen u.s.w. Im Jahre 1870 verrügten nur fünf Gebäude über Blitzableiter in Pécs. Vom Jahre 1871 an gab die Stadt dem Körper nur 200 Forint (jährlich) und ein für alle Mal 1000 Forint als Beihilfe. Das Löschen erschwerte auch den Wassermangel. Oft nahm der Körper auch die Hilfe des Militärs in Anspruch, wenn der Brand schwieriger war. Als Belohnung bekamen 2-3 Forint die Personen, die zum Feuer als erster bzw. als zweiter angekommen waren. Aus einem Bericht vom 13.2.1876 erfahren wir, da3 der Körper (bei Feuer) Aushelfer für einen halben bzw. einen ganzen Tageslohn anstellte. Im Jahre 1881 wurde ein Landeserla3 publiziert: zwischen den feuergefährlichen Gebäuden mu3 man eine Feuerentfernung von mindestens 8 bzw. 10, 20 m aufrechterhalten. Im Jahre 1886 wurde eine städtische Berufsfeuerwehr (neben dem freiwilligen Körper) gestiftet. Der Kommandant dieser Feuerwehr war der Vizekapitän der städtischen Polizei. Anfangs hatte sie nur 9 Mitglieder. Die freiwilligen Löscher bekamen 1-2 Forint, falls sie beim Feuer tätig waren. Ein bedeutendes Ereignis war die Stiftung der Feuerwehr in der Fabrik Zsolnay (7.6. 1887). Seit dem Jahre 1890 waren schon viererlei Löschkörper in der Stadt Pécs: städtischer Berufs-, freiwilliger-, privater Löschkörper, Betriebsfeuerwehr und Eisenbahnfeuerwehr, als die Anzahl der Bewohner hier beinahe 29000 Seelen betrug. Die Feuerwehr kaufte im Jahre 1891 eine neue Wagenspritze für 1250 Forint. Weitere Entwicklung des Feuerschutzes bedeutete die Anfertigung der neuen Wasserleitung in der Stadt, mit vielen Hydranten. Die Feuerwehr der Fabrik Zsolnay veranstaltete 1894 eine sommerliche Unterhaltung. Die beträchtliche Einnahme ermöglichte die Stiftung einer Unterstützungskasse. In Pécs betrug die Zahl der städtischen Berufs-, freiwilligen Betriebs- und Eisenbahnwerkstattlöscher 1896 insgesamt 188, zwei Jahre später 175 und im Jahre 1899 nur noch 166 Personen. 1900 nahm der Feuerschutz von Pécs weiter zu. Ein zweiter freiwilliger Körper kam in einer vorstadt von Pécs zustande. („Bergwerkanlage") mit 40 Mann. In den fünf Feuerwehren dienten insgesamt 182 Personen. Ihre Ausrüstung war insgesamt: 7 Wagenspritzen, 3 Karrenspritzen, 25 wasserholende Wagen, 50 Eimer u.s.w. Eine neue Kaserne mit 5 gro3en Depotstoren nahm die Feuerwehr von Pécs im Jahre 1907 in Besitz. Auf der Pécser Gewerbeausstellung kaufte die hiesige Feuerwehr eine moderne Benzintriebspritze, welche Pferde zogen (ihre Leistung: 400 Liter Wasser pro Minute), au3erdem eine gro3e Ausziehleiter. Auch diese Maschine zog ein Pferd, das alles verstärkte die Wirksamkeit der Pécser Feuerwehr. Nach dem Ausbruch des I. Weltkrieges rückten die jungen Feuerlöscher auch hier in den militärdienst ein, samt ihrem Kommandanten. Dann, im Jahre 1915, als die Bevölkerung von Pécs 60000 Seelen zählte, versah eine kleinerer Stand der Feuerwehr den Feuerschutz der Stadt. In den Jahren des Weltkrieges zählte z.B. die freiwillige Feuerwehr von Pécs nur 10, der Berufskörper 12 Personen, auch dieser verminderte Stand bewies seine Güte.