Tűzoltó Múzeum évkönyve 1. 1984 (Budapest, 1984)

Szilágyi János: Tűzvédelem Aquincumban és a római birodalom más városaiban

erfolgten zumeist in Bleirohren (Abb. 9.). Die längste Wasserleitung bauten die Römer auf dem Gebiet des heutigen Ungarn für die Stadt Savaria (Szombathely). Hier wurde das in den Bergen entspringende gesunde Trinkwasser aus dem Schlossgarten von Bozsok über eine Ent­fernung von 25-26 km unterirdisch in gewölbeartig überdeckten Stcin­wand-Kanälen in die Stadt geleitet. Der Nivcuunterschied zwischen Ausgangs- und Endpunkt betrug 135 Meter, was einem Gefälle von 5 Promille entspricht. Der von steinernen Wänden umschlossene Was­serrohr-Querschnitt mass 60-70 cm in der Breite und 130 cm in der Höhe. Die ganze Anlage dürfte (die Dicke der Seiten- und Boden­wändc mitinbegriffen) 140 cm breit und 228 cm hoch gewesen sein. Die steinernen Seitenwände und der Boden waren innen mit einer 5 cm dicken hellroten Terrazzo-Schicht (einem Gemisch aus Kalkmörtel und gebrannten Ziegelsplitt) bekleidet, deren Härte und Wasserundurch­lässigkeit das Leitungswasser vor Verunreinigungen bewahrte. In die (sowohl in der Bürgerstadt als auch in der Legionsstadt und im mili­tärischen Lager errichteten) Bäder von Aquincum wurde das Heil­wasser der Thermalquellen des heutigen ,,Römerbades" geleitet. Die auf der Oberfläche auch heute sichtbaren Steinhaufen bilden mehrere Jahrhunderte alte Ablagerungen des kalk- und schwefelhaltigen Was­sers (Abb. Ii.). Die Verteiler-iBleirohre (von 3,5, 8 und 10 cm Durch­messer), sowie die Verzweigungsbehälter befinden sich gegenwärtig im Ungarischen Nationalmuseum. Beim Ausgangsreservoir dürfte das Was­scrleitungsgefälle 7" () betragen haben. Schätzungsweise erreichte hier der steinerne Unterbau der Wasserleitung eine Höhe von 11,5 Meter. Das Verwaltungsgebäude der Freiwilligen Feuerwehrgcsellschaft (schola) wurde im Zuge in der Bürgerstadt von Aquincum durchge­fühten Ausgrabungen bereits freigelegt. Es stand in der Nähe des süd­lichen Stadttores, ein Umstand, der dafür zeugt, dass das Freiwillige Feuerwehrkollcgium gleichzeitig auch als Reservemannschaft zur Ver­teidigung der das Stadttor umgebenden Basteien diente. Besondere Be­deutung muss dem an die Feucrwehrzentrale der Bürgerstadt ange­schlossenen Wachtturm beigemessen werden, zumal dieser fraglos der erste Feuermeldeturm auf ungarichem Gebiet war. Das wertvollste Stück des Aquincum Museuns, die in Bruch­tücken erhaltene Orgel, fand man bei den Ausgrabungen im Keller dieser Feuerwehrzentralc. Audh in Pompeji gelangte bloss ein Leier­kasten mit neun Rohrpfeifen zum Vorschein. Das in Aquincum zutage

Next

/
Thumbnails
Contents