Kerényi Ferenc: Pécs szabad királyi város német és magyar színjátszásának forrásai a Baranya megyei levéltárban, 1727-1848 (Színháztörténeti könyvtár - Új sorozat 29., Budapest, 1992)
NÉMET NYELVŰ ISMERTETŐ
Das geplante Theaterensemble hatte aus zwei Teilen bestanden: aus einem ungarischen und einem deutschen. Die achtmonatige Spielzeit sollte auch zweigeteilt werden: während die ungarischen Schauspieler in Pécs spielen, hatten die deutschen Ensemlemitglieder in Sopron vor das Publikum treten können, und in allen vier Monaten hatten sie sich freilich abwechslend abgelöst. Die Leitung der Stadt war in erster Linie an einer Sparsamkeit interessiert, daher auch dieses Vorhaben. In der Saison darauf wurde diese zweifache Gastspielerei noch nicht eingeführt, da die Stadt Sopron die Pécser Stadtväter ersucht hat, ihr eine gewisse Denkzeit zu gewahren. Die ganze Angelegenheit hat sich in die Lange hinausgezogen, bis schließlich im Jahre 1876 eindeutig festgestellt wurde, daß die Vorsteher von Sopron keine große Zukunftsvisionen in dem Vorhaben entdecken können. Ein neuer Plan hat die Idee des Zusammenschlusses von mehreren transdanubischen Städten aufgeworfen, und die Gründung eines Regionaltheaters initiiert. Da es hierbei in den vorherigen Verhandlungen um Städte verschiedener Größenordnungen ging, wurde das auch zu einem großen Hindernis auf dem Weg zur Verwirklichung dieser Idee. Die für eine selbstendige Region gedachten Städte verfügten keinesfalls über die gleichen materiellen, finanziellen und künstlerischen Kräfte. Es sollte sich also bald herausstellen, daß die Stadt bei der Lösung der Theaterfrage auf sich allein gestellt ist. Im Jahre 1886, nach der Beendigung der Theatersaion wurde eine gründliche Inspektion vorgenommen. Nach langwierigen Diskussionen wurde das alte Gebäude zum Abreißen verurteilt. Dieser Beschluß wurde schließlich doch noch geändert, die erste Kirche Thalias konnte aber von da an keinen kulturellen Zwecken mehr dienen. Die erhaltenen Wände beheimateten von nun an das Pécser Königliche Gericht. Im Sommer 1886 kam Károly Somogyi das erste Mal in die Stadt. Er war Direktor des Regionaltheaters Győr-Sopron, und da es keine andere Möglichkeiten gab, hatte er seine Aufführungen in den größeren Hotels der Stadt veranstaltet. Die Wintersaion hatte er im Theatersaal des Hotels zum „Weißen Schwan" durchgespielt. Im nächsten Jahr hatte er der Schauspielkomission vorgeschlagen, die Pécser Saisons ihm solange vertraglich zuerkennen, bis das 68