Kerényi Ferenc: Pécs szabad királyi város német és magyar színjátszásának forrásai a Baranya megyei levéltárban, 1727-1848 (Színháztörténeti könyvtár - Új sorozat 26., Budapest, 1992)

A SZÍNHÁZTÖRTÉNETI FORRÁSOK ÉS LELŐHELYEK ISMERTETÉSE

kam am 1. November in solch einem baulichen Zustand, daß die Schauspielertruppe vor dem ungeduldig wartenden hochverehrten Publikum autfreten konnte. An der Eröffnungsfeier - die am 3. November stattfand ­wurde ein Schauspiel in 5 Akten von einem deutschen Autor, namens Pannach unter dem Titel "Die isländische Fischerhütte" oder "Horoskop" vom deutschen Ensembles aufgeführt. In ihrem Repertoire wurden außer den Modeautoren des damaligen Zeital­ters, auch die heute bekannten Stücke von Kotzebue, Goldini, Moliere und Schiller aufgenommen. Aber wie verfrüht die vorzeitige Übergabe des Theaters war, ebenso war auch das übermäßige Vertrauen gegenüber der Theatergesellschaft von Sey voreilig. In kaum zwei Monaten lagen viele Klagen gegen den Direktor vor. Der Direktor versäumte nämlich regelmäßig, Spielproben zu halten, bezahlte seine Schauspieler nicht und war nicht bereit, die bestandenen Personen auszuwechseln. Er behandelte seine Schauspieler mehr­mals brutal (prügelte sie), und zahlreiche Theatervorstellun­gen fanden ohne Wissen des Casinos statt. Und alldas über­häufte er damit, daß er auch seiner Zahlungspflicht nicht nachkam. Schließlich gab man ihm die Möglichkeit, sein bis­heriges Verhalten zu ändern, aber er machte nur neuerlich Skandale bis seiner Ende April entgültig erfolgten Entlassung. Das Casino übernahm selbst die Aufsicht über das Theater. Ende Mai endete die damals als stürmisch bezeichnete erste Saison in der Geschichte des Theaters. Das durch seinen eigenen Schaden-die der ruhmlose Direk­tor verursachte - klug gewordene Gremium des Casinos engagier­te Alexander Schmidt, den berühmten Direktor, der auch das Pester Deutsches Theater leitete, an das Stadttheater. Obwohl beide Vertragspartner mit bester Absicht das Fünfkirchner Publikum zu befriedigen versuchten, fiel jedoch der Aufenthalt von Schmidt kurz aus, hauptsächlich aus finanziellen Gründen. In den darauffolgenden drei Jahre jagten sich eine Reihe von Direktoren auf die Bretter, welche die Welt bedeuten, aber LI

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