Kerényi Ferenc: Pécs szabad királyi város német és magyar színjátszásának forrásai a Baranya megyei levéltárban, 1727-1848 (Színháztörténeti könyvtár - Új sorozat 26., Budapest, 1992)

A SZÍNHÁZTÖRTÉNETI FORRÁSOK ÉS LELŐHELYEK ISMERTETÉSE

Spracherneuerung charakterisierte. Heute lesen wir schon belächelnd, aber auf jeden fall mit wohltuenden Gefühl die auf den Regalen der Aktenschränke verstaubten aufrichtigen, doch ein wenig verschoben scheinenden Zeilen. Brief des Herrn Theaterdirektors Leopold Probst an den Stadt­rat. 20. November 1812 Der in deutscher Sprache verfaßte Brief wiederspiegelte die ausgelieferte und oft elende Lage der Schauspielertruppen. Der Brief berichtet uns über die prekäre Lage der Herrn Di­rektoren Probst und Kübler, die daraus erwuchs, daß der Vorstand der Stadt seine Informationen über den Empfang der Theatergesellschaften nicht in Übereinstimmung gebracht hatte. Vergeblich besaß Theaterdirektor Probst die höchsten Geneh­migungen und Zeugnisse, das in Fünfkirchen erlittene Fiasco verursachte ihm und seiner Theatergesellschaft schwere mate­rielle und moralische Schäden. Bittgesuch der königlichen Freistadt Fünfkirchen an den Palatin Joseph. 3. Februar 1817 1817 ergab sich die Möglichkeit, dem Senat einen selbständigen Theatersaal im Hauptschiff des aufgelösten Paulinerordens aus­zubauen. Die Initiative ist wegen scharfen Protesten des Ordi­nariats gescheitert. Der Senat reichte ein Gesuch an den Palatin ein, um diese Frage beruhigend klären zu lassen. Der Palatin nahm keine Konfrontation von unsehbarem Ausgang mit dem Bischof Király auf sich. Die Dokumentation wiederspiegelt die zeitgenössischen Machtverhältnisse und den entschlossenen Kampf des langsam zum Selbstbewußtsein erwachten Bürgertums gegen die lokalen Machthaber gut. Vergebens führte die Leitung der Stadt die wirksamen, auch noch heute eindeutigen Argumente an, doch mu'ßte die vom Bürgertum unterstützte ernste Angelegen­heit noch scheitern. XLIV

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