Kerényi Ferenc: Pécs szabad királyi város német és magyar színjátszásának forrásai a Baranya megyei levéltárban, 1727-1848 (Színháztörténeti könyvtár - Új sorozat 26., Budapest, 1992)
A SZÍNHÁZTÖRTÉNETI FORRÁSOK ÉS LELŐHELYEK ISMERTETÉSE
oft durch blutige Skandale und nicht gerade galante Insulte gekennzeichnet. Aber diese Leidenschaften konnten sich nie so stark entfesseln, daß sie einen ernsten Bruch in den lokalen Entwicklungsprozessen verursachten. Wir könnten auch etwas maliziös sagen, worüber die Regesten so glänzend berichten, daß sie zum alltäglichen Leben der Stadt im Reformzeitalter gehörten. Als die Frage aufgeworfen wurde, das erste Theater aufzubauen, folgte eine Kofrontation von gegensätzlichen Kräften. Diesmal stießen die selbständigen Bestrebungen des deutschsprachigen Bürgertums und des ungarischen Adels zur Gründung eines Ensembles zusammen. Schlie31ich entschieden sich die Landesbehörden für den Bau eines "Deutschen Theaters". Darauf folgte ein 2-3 Jahre lang dauerder Zeitabschnitt mit kleineren-größeren die Eintönigkeit unterbrechenden Zwischenfällen und so entstand eine eigenartige Situation. Und in dieser Situation sahen es die Eigentümer des Theaters für richtig, daß man auch der ungarischen Schauspielerei einen ausreichenden Spielraum gewähren sollte. Damit hörte für beide Seiten das Streben nach einer Hegemonie auf, nämlich danach entschieden die künstlerischen Gesichtspunkte einmal zugunsten der Wanderkomödianten von einem, dann zugunsten von anderem Ethnien. Aber diesen Friedenszustand können wir bei weitem nicht als segensreich und ruhig bezeichnen. Das alltägliche Leben der braven Komödianten war auch nicht spannungslos. Die Mehrheit der Wanderschauspieler lebte von heute auf morgen, ihr Gehalt bekamen sie kaum oder überhaupt nicht. Für ihren Unterhalt verschuldeten sie sich regelmäßig. So flüchteten sie vor einer Zwangsvollstreckung unter dem Schutze der Nacht und sie waren erneut zur Wanderschaft gezwungen. So können wir auch die Schicksalswenden und die tragischen Situationen des Alltaglebens in den Quellenwerken folgen, von den ersten zögernden Gehversuchen bis zu einem verantwortungsvollen Schauspielerberuf. Der Reihe nach können wir auch die wichtigsten Stationen der lokalen Bestrebungen im Reformzeitalter kennenlernen. Die in der Stadt eingeleiteten wirtschaftXXXII