Kerényi Ferenc: Pécs szabad királyi város német és magyar színjátszásának forrásai a Baranya megyei levéltárban, 1727-1848 (Színháztörténeti könyvtár - Új sorozat 26., Budapest, 1992)
A SZÍNHÁZTÖRTÉNETI FORRÁSOK ÉS LELŐHELYEK ISMERTETÉSE
EINLEITUNG Es ist für jeden Forscher eine Herausforderung und eine Verantwortung, wenn er auf solchen Gebiet herumirrt, das noch nicht im Mittelpunkt des Interesses steht. Die frühesten schriftlichen Denkmäler der Theat.ergeschichte in unserer Stadt enthalten solche unbekannte Tatsachen, die landesweit und vielleicht auch im Asland auf Interesse stoßen könnten. Die "frühesten" Quellen entstanden ^am Anlarfg des 18. Jahrhunderts. Nämlich die Archive der Stadt Pécs/Fünfkirchen und des Komitates (d.h. des Regierungsbezirkes) Baranya/Branau wurden während der Türkenherrschaft zerstört. Deshalb fällt der Zeitabschnitt, der in diesem Band angegebenen Geschichtsquellen der Stadt und des Komitates nach Wiederaufbau und Wertordnung zusammen. Wir können Zeuge von Versuchen oft zweifelhaften Wertes der ersten deutschen Wandertheater - die mit großer Hoffnung die scholligen Wege unseres Landes dirchwanderten - sein. Die Schauspielkultur faßte nach der Türkenherrschaft (1526-1686) mit deutscher Vermittlung festen Fu{5. Das selbstbewußte, vorwiegend deutschsprachige Bürgertum unterstützte die deutschen Akteure als Verwirklichung von eigenen Interessen und Strebungen. Nach einigen Jahrzehnten tauchten in der mehrsprachigen Stadt auch die ungarischen Wanderkomödianten auf. Als Ergebnis von Rivalität und Wechselwirkung zweier Schauspielkulturen wurde die Stadt am Fuße des Mecsek-Gebirges mit einer uralten Kultur, mit neuen Lebensgefühlen und Werten bereichert. Zwar war dieser Entwicklungsprozeß nicht ungestört, denn die Geschichte der Stadt war im Reformzeitalter durch gegensätzliche Strömungen gekennzeichnet. Der Patron Nummer 1 des städtischen Theaterlebens war das zu immer stärkerem Selbstbewußtsein erwachte Bürgertum. Diese gesellschaftliche Schicht wurde XXX