Mentényi Klára szerk.: Műemlékvédelmi Szemle 2004. A Kulturális Örökségvédelmi Hivatal tájékoztatója (Budapest, 2004)
MŰHELY - Szabó Tekla: Az őraljaboldogfalvi falfestmények feltárása és korabeli másolataik
55 Bratu i. m. 199-234. 56 Elkészültek a felmérési rajzok és a kivitelezési rajzok is. Ezek megtalálhatóak a bukaresti Műemlékvédelmi Hivatalban. M. Rádulescu festőrestaurátor állapotfelmérése is megőrződött, de ez nem tartalmaz semmilyen laboratóriumi vizsgálatot. 57 Istvánfi Gyula: Erdélyi református templomok. Veszendő templomaink I. Budapest, 2001. 201-207. 58 Lángi József - Mihály Ferenc: Erdélyi falképek és festett faberendezések. 1. Budapest, é.n. [2003] A sorozatban még nem írtak Őraljaboldogfalváról, de a következő kötetekben tervezik az összegyűjtött anyag további publikálását. Tekla SZABÓ: DIE FREILEGUNG UND ZEITGENÖSSISCHE KOPIEN DER WANDBILDER IN DER REFORMIERTEN KIRCHE VON ŐRALJABOLDOGFALVA Őraljaboldogfalva (Sintamarie Orlea) liegt im Komitat Hunyad in Siebenbürgen auf dem Gebiet des heutigen Rumänien. Es wurde direkt in der Nähe der Königsburg der einst zu Ungarn gehörenden Grenzsiedlung Hátszeg (Hateg) erbaut. Seine Hauptrolle war die Bewachung der Gebirgspässe der siebenbürgischen Walachei. Der Kirchenbau lässt sich mit der Gründung des Komitats Hátszeg (um 1280) in Verbindung bringen. 1300 war sie zusammen mit der Burg von Hátszeg im Besitz des siebenbürgischen Woiwode László Kán. Zur Zeit ihrer Ausmalung 1311 war die Kirche wahrscheinlich schon in königlicher Hand, auf den Wandbildern halten die Soldaten die Schilder der Árpádén mit rot-weißen Streifen. Aus den päpstlichen Zehntverzeichnissen zwischen 1332 und 1336 geht es hervor, dass Őraljaboldogfalva unter den MarktfleckenPfarrein des Komitats die höchste Summe zahlt. 1447 schenkte János Hunyadi den königlichen Marktflecken der Kendeffy-Familie. Diese Familie rumänischen Ursprungs war bis Ende des Zweiten Weltkriegs der Gutsherr im Ort. Die wirtschaftliche und politische Bedeutung der Siedlung ging zu Ende, Die Gemeinde der reformierten Kirche der heute meist aus Rumänen bestehenden Dorfgemeinschaft zählte 2000 nur 16 Personen, die Kirche rechnet dieses zu den verfallenden Gotteshäusern. Die Baudetails der Kirche und nicht zuletzt die reiche Ausmalung ihres verhältnismäßig weiten Schiffes (120 m 2 ) weisen auf den einstigen Rang des Ortes hin. Ihr Grundriss ist einfach: Sie hat ein Chor mit geradem Abschluss, ein Schiff mit Westempore und Westturm, der ursprünglich einen Windenhelm trug. Im Kircheninneren sind Verzierungen aus vier Epochen zu finden. Die ältesten sind die kompliziert konstruierten Einweihungskreuze. Dann wurde der Freskenzyklus gefertigt, den man durch die Aufschrift auf der Südwand des Schiffes (--- [D]EDICAT[A] PRO [HONORE] B/EAT/E M/ARI/E V[IRGINIS] AN/N/O D/OMI/NI M° C[CC] ° VND/E/C[IM]0) datieren kann. Die Szenen des Zyklus beginnen auf der unteren Wandleiste der Nordwand, sind von links nach rechts die folgenden: Verkündigung an Anna, Verkündigung an Joachim, Begegnung an der Goldenen Pforte, Geburt Maria, Die drei Hohen Priester segnen Maria, Legende des Heiligen Kreuzes. Mittlere Wandleiste: