Mentényi Klára szerk.: Műemlékvédelmi Szemle 2002/1. szám Az Országos Műemléki Felügyelőség tájékoztatója (Budapest, 2002)

MŰHELY - Tolnai Gergely: Táguló lehetőségek – egy kiállítás margójára

stens zentrale Richtlinien und Skizzen erhielten, zeigten dieser Unterstände ein sehr abwechslunsreiches Bild. Die Luftschutz-Beobachter sind derzeit viel mehr in Gefahr, als die großen bomben-, gas- und splittersicheren Schutzräume. Ein Großteil der Beobachter auf den Bergspitzen steht heute bereits in Naturschutzgebieten, trotzdem kann sie der verstärk­te Einbau bedrohen. Desweiteren hinterließ bereits die Zeit auf ihren dünneren Wänden ihre Spuren, von der obersten Beschlagschicht ist bereits an mehreren Stellen das Beton abgebröckelt, so begannen sie zu rosten. Ihr Zustand ist auch durch die Sammler von Altstoffen gefährdet, bei einem Teil der Objekte, die im Freien stehen, wurden bereits die Panzertüren gestohlen. Das Schicksal der Beobachter, die auf den Dächern von Industrieeinrichtungen stehen, hängt mit den Gebäuden unter ihnen zusammen. Wenn die Hallen im Laufe der Modernisierung / Umbildung abgerissen werden, verschwinden mit ihnen zusammen auch die Stellungen. Sehr ähnlich sind die kleinen Schutznischen, die im Allgemeinen neben den Eingängen der Industrie- und kommunalen Gebäude (Gas-, Kanalisations- und Elektri­zitätswerke, Gebäudegruppen im Dienste des Stadt- und Bahnverkehrs) bzw. im Inneren der großen Hallen plaziert waren. Obwohl sie formal den Beobachtern ähnlich waren, hatten sie völlig andere Funktionen. Das Personal, das im Dienst bis zum letzten Moment ausharren musste, konnte in diese Stellungen fliehen, wenn bereits die Bomben fielen. Von allen Luftschutzobjekten sind vielleicht diese jetzt in größter Gefahr. Nicht nur die Abrisse, grundlegende Umbauten gefährden diese Einrichtungen, sondern auch die kleinen Verschönerungen, Eigentümerwechsel. Wegen ihrer kleinen Maße lassen sie sich mit einem einfachen Kranwagen entfernen bzw. mit einem Luftdruckhammer leicht zerschlagen. Deshalb läßt man diese schon bei einfachen Gartengestaltungen, Parkplatzausbauten, Torerweiterungen diese einfach verschwinden. Danach sind ihre Spuren eine Weile noch im Beton, die Betonringe ihrer Fundamente zwischen den Büschen, auf den Müllheiden die weggeworfenen, umgestürzten Beobachter zu finden, dann zerschlägt man auch diese, so gehen sie endgültig verloren. Es ist sichtbar, dass auch im 20. Jahrhundert zahlreiche militärische Einrichtungen in Ungarn gebaut wurden, aber der Großteil dieser dient nicht unmittelbar Kampfaufgaben, die Objekte standen vielmehr im Dienste des Luftschutzes. Ihr Bewahren wäre aus dem Aspekt des Denkmalschutzes deshalb wichtig, weil sie einen weniger bekannten Abschnitt der Baugeschichte des 20. Jahrhunderts präsen­tieren könnten. Ihrer Größe wegen bedürften sie weder besondere Instandhaltung, noch Aufwendung, so würden sie die Aufmerksamkeit nicht von profitableren Gebäuden entziehen, könnten aber interessante Farbtupfen der ungarischen Baugeschichte sein.

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