F. Mentényi Klára szerk.: Műemlékvédelmi Szemle 1998/1. szám Az Országos Műemléki Felügyelőség tájékoztatója (Budapest, 1998)
FORRÁS - Bognár Gábor: Voit Pál 1945. augusztusi jelentése a nyugat dunántúli műgyűjteményének állapotáról
geblieben, der Bombeneinschlag im hinteren Flügel hatte wenig Schaden verursacht, die Kathedrale war zwar eingestürzt, die Kirchenschätze waren aber in der heil erhaltenen Sakristei ohne Verlust vorhanden. In der anderen Siedlungen des Komitats war die Lage unterschiedlich. Der Großteil der Kirchen war aber geplündert worden. In Kőszeg (Güns) hatte man selbständig Maßnahmen ergriffen. Von der Möbeln und der Büchern des zur selben Zeit entleerten Palais Chemel wählte Voit selbst die zu verwahrendenStückeaus und übergab diese dem städtischen Museum. In Celldömölk gelang es die erhalten gebliebenen Objekte der Lázárschen prähistorisch Sammlung zu bewahren. Hier kam Voit in Kontakt mit dem bekannten Kunstsammler, dem Arzt Lajos Smidt, den er zu seinem Beauftragen im Komitat Vas ernannte. In Szentivánfa stellte er fest, daß das dortige Empire Schlößchen durch die Faschisten vernichtet wurde. Die aus dem Schloß zu Vép hinausgeschmißenen Antiquitäten hatte der Besitzer Graf Sándor Erdődy eigenhändig zusammengeklaubt und zum Teil bei den Dorfbewohnern, teils in dem Oratorium red Kirche untergebracht. Voit besuchte auch die ebenfalls Erdödischen Dörfer und fand ähnliche Verwüstung auch zu Szentgotthárd, wohin aus anderen Landesteilen Kunstschätze durch die Deutschen verschleppt waren und der Großteil davon nach Deutschland transportiert wurde. Der Rest, den die dortigen Zisterzienser verwahrt hatten, war teils beschädigt, teils gestohlen. Unglaubliche Schäden hatte das russische Militär im Batthyany-Schloß zu Könnend angerichtet, von wo die Antiquitätensammlung gestohlen, die Waffensammlung zerstreut, die Portraits der Ahnengalerie zerrissen wurden. Die Rettung des Großteils des Familienarchivs war dem dortigen Schuldirektor zu verdanken. Im Schloß der Familie Felsőbüky-Nagy in Alsópaty war fast alles zugrunde gegangen, während im Schloß der Grafen Szapáry in Bük auf unglaubliche Weise einzelne Stücke gerettet waren. Aus Peresznye hatte der Besitzer Gemälde schon früher aus dem Land transportiert. Aus dem Schloß der Grafen Széchenyi zu Nagycenk waren Bibliothek, Galerie und selbst die Möbel verschleppt worden. Von den Dorfbewohnern konnte Voit kaum etwas erfahren. In Sopron beauftragte Voit den Museumsdirektor mit der Aufsicht der Stadt und des Komitats Kunstschätze betreffend. Bekanntlich ist die Stomo-Familiensammlung erhalten geblieben. Dagegen war die Töppler-Sammlung zugrunde gegangen und Kunstgegenstände des Städtischen Museums beschädigt. Das Benediktinermaterial wurde durch die Deutschen ausgeraubt, die Archäologische Sammlung der Lutheraner zerstreut, die Porträts aber gerettet. Nach Fertőd (Esterháza) konnte Voit nicht gelangen. Die Einrichtung des EsterházySchloßes war zerstreut und im Dorf verteilt worden. Die Klosterkirchen in Csorna und Kapuvár, sowie ihre Ausstattung waren heil erhalten, ähnlich auch diejenigen in Győr. Hier ernannte Voit den Oberarchivar mit der Aufsicht der Stadt und des Komitats. Für die damaligen Verhältnisse ist es Karakteristisch, daß Voit nicht zu den Schlößern in Hédervár und Magyaróvár gelangen konnte, weil der Treibstoff seines Wagens knapp wurde. Seine Breicht schloß er mit folgenden bedrückend hoffnungslosen Satz: „Ich stellte in diesem Gebiet einen 80 %-igen Verlust der ungarischen Kunstschätze fest ohne Hoffnung, den Prozentsatz vermindern und der Gefahr weiterer Verluste vorbeugen zu können".