F. Mentényi Klára szerk.: Műemlékvédelmi Szemle 1998/1. szám Az Országos Műemléki Felügyelőség tájékoztatója (Budapest, 1998)
MŰHELY - Kövesdi Mónika: A tatai Esterházy-nyárilak dísztermének falképei
Risalit ruhten einst, einen üppigen Blumenkorb flankierend, zufriedene Putten, an der Vase wurde das Wappen der Esterházys ausgehauen. Die Originalinschrift der Attika und zugleich der Spruch des „sans souci"-Schlosses war eine antike Sentenz: „Quid tibi natur potius quid rure beato." Aus dem Prunksaal führen - und dies ist ein hinsichtlich der Wandgemälde wichtiger Faktor - drei hohe Halbbogenöffnungen (in der Mitte eine Tür, beidseitig je ein Fenster) auf die Terasse hinaus. Über ihnen, im Niveau des ersten Stockes gehen drei eckige, steingerahmte Fenster auf den Garten. Der Prunksaal wurde sofort nach dem Aufbau in seiner ganzen Höhe, auch die Decke inbegriffen, mit Ausmalungen bedeckt. Über die originalen Wandmalereien kann man sich mithilfe der in den 1930er Jahren aufgenommenen Fotos von Elemér Révhelyi ein Bild verschaffen, sogar dienen diese Aufnahmen als einzige Quellen dazu. Révhelyi fertigte zwei Fotos: wahrscheinlich das durch die auf die Terasse gehenden Fenster und Tür hineinströmende Licht ausnutzend, den Rücken den letzteren zugewandt fotografierte er die Wandflächen rechts bzw. links von der aus dem Vorraum öffnenden Tür. Beide Details (wie vermutlich auch die ganze ausgemalte Wandfläche) stellen ein illusionistisches Landschaftsbild dar. Der hier verweilende Zuschauer mag das Gefühl gehabt haben, er h%otte in einer Laube oder einem Gloriett des umliegenden englischen Gartens gestanden, in der Mitte einer sentimentalischen Landschaft, einer baufälligen Terasse, die von der mediterranen Vegetation bewachsen ist, und wo sich exotische Wasservögel angesiedelt haben. Im Hintergrund bietet sich ein geräumiges Panorama dar, in der Ferne mit der Darstellung eines größeren, imaginären Schlosses (welches mit der Residenz von Tata nicht übereinstimmt) und eines Erholungsschlosses in der Mitte eines französischen Gartens (dies ist als ein genaues Abbild - zwar mit leicht verzeichneten Proportionen - der Sommerhütte von Tata zu betrachten). Selbst von der Schwarzweiflfoto läßt sich ablesen, daß es sich um eine farbenprächtige Darstellung handelte, welche auch an fesselnden Details reich war. Als ein Geheimnis der Komposition kann bewertet werden, daß sie im Ganzen genommen einheitlich ist und die Türöffnungen - ohne jegliche Scheinarchitektiur zu verwenden - im launenhaften Gewebe von Gebüsch und Ästen in sich birgt. Die Person des Meisters ist vorläufig unidentifizierbar. István Genthon hat József Jankovszky als Maler angegeben. Jankovszkys Tätigkeit ist aus dem Jahr 1735 mit Daten belegt, so scheint es weniger wahrscheinlich, daß auch 1785-86 er selber in Tata gearbeitet hätte. Auch Révhelyi erwähnt im Zusammenhang der Sommerhütte u.a. einen Wiener Maler namens Jankovszky, die von ihm durchforschten zeitgenössischen Rechnungen geben aber weder die malerische Aufgabe noch das Gebäude im englischen Garten, in welchem der Meister arbeitete, genau bekannt. Die zuverlässige Bestimmung des Meisters bedarf noch weiterer Forschungen. Das Schicksal der Fresken im Prunksaal nach 1945 ist aufschlurlreich und verblüffend, jedoch bei weitem nicht einzigartig. Nach dem zweiten Weltkrieg zogen die Bewohner des Ortes ins verlassene Gebäude sofort ein. Da es in der Sommerhütte keine andere Heizungsanlage gab, stellten sie Öfen auf, und so benutzten sie die Räume, solange das naheliegende Trainingslager