F. Mentényi Klára szerk.: Műemlékvédelmi Szemle 1995/1-2. szám Az Országos Műemléki Felügyelőség tájékoztatója (Budapest, 1995)

KIÁLLÍTÁS - Szalai András: Rimanóczy Gyula és Weichinger Károly emlékkiállítása

Beide beginnen ihre Laufbahn in der zweiten Hälfte bzw. Ende der zwanziger Jahre als Projektoren. Ihr schöpferisches Werk überspannt die scharfen Grenzen historischer Zeitalter: Rimanóczy früher Tod fält mit dem Jahr des Unterganges des „sozreal" zusammen, Weichinger verstirbt zu einer Zeit, als in Ungarn die Post­moderne in Erscheinung tritt. Gyula Rimanóczy (1903-1958). Über seine relative kurze, aber produktive Tätigkeit als Architekt gaben die ausgestellten Baupläne und Gebäude sowie die in dem niveauvollen Katalog zusammengefaßten Dokumente ein umfassendes Bild. Einerseit läßt sich eine als typisch zu bezeichnende berufliche Laufbahn verfolgen, deren Beschreitung einem ungarischen Architekten von der Mitte des Jahrhunderts vorgegeben war. Der Anfag bei einem Meister, dann ein selbständiges Büro mit immer bedeutenderen Aufträgen und Gebäuden, schließlich die Verwandlung vom Bürger zum Beamten bei einem sozialistischen Planungsbüro, wo die „Produktion" unter den scharf beobachtenden Augen der Personalabteilung ablief, was im Glücksfall zu einem Bauwerk und nicht zu bloßer Planerfüllung führte. Die das Schicksal oder die Geschichte beeinflussenden „Umwege" lassen sich aus den Plänen Rimanóczys ablesen, doch die baukünstlerische Qualität der Werke „erreichen" sie nie. Diese Pläne und realisierten Bauten sind Beispiele eines hohen „Berufsethos", die - soweit das möglich ist - jedem Kurswechsel, jedem historischen Wandel und auch der Zeit wiederstehen. Sie zeigen (auch der Gegenwart), wie, ja sogar daß es nur so möglich ist, das „reine Gewissen", der Architektur zu bewahren. Dei „Abhängigkeit vom Kurs" ist von der einheitlichen Qualität des Lebenswerkes, der Begabung des Schöpfenden durchdrungen. Károly Weichinger (1893-1982). Von den bei der Ausstellung gezeigten Dokumenten wird eher der zwischen den beiden Weltkriegen liegende Abschnitt seiner parallel verlaufenden Berufslaufbahn hervorgehoben, ergänzt durch einige in den fünzfziger Jahren gefertigte Pläne. Ursache dafür ist, daß die in der Sammlung des Museums für Architektur befindlichen Pläne nich sein gesamtes Lebenswerk umfassan. Mithilfe der im Katalog aufgeführten Erinnerungen und seiner Biographie jedoch wird der Lebensweg zu einem Ganzen abgerundet. Das Bild zeigt eine weniger typische, aber reiche und beeindruckende Laufbahn. Der Einfluß Károly Weichinger kommt besonders in seiner Tätigkeit als Hochschullehrer und Lehrstuhlleiter nach dem Zweiten Weltkrieg zu Geltung, was in den sechziger Jahren den Beginn der Laufbahn zahlreicher junger Architekten bestimmte. So konnte der Geist seiner früheren Pläne durch seine Lehrtätigkeit in uns eine (indirekte) Fortsetzung finden.

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