F. Mentényi Klára szerk.: Műemlékvédelmi Szemle 1994/2. szám Az Országos Műemléki Felügyelőség tájékoztatója (Budapest, 1994)
KIÁLLÍTÁS - Lővei Pál: „Közép-európai barokk kezdeményezés"
Veranstaltungen mit nationalem Charakter erhielten gleicherweise Platz im Programm. Nicht einmal letztere konnten aber von solchen Tatsachen absehen, wie die internationale Wanderung von Kunstgegenständen und Künstlern und die die Grenzen „mißachtende", durch Familien-, Beamten-, Sprach- und Gutsbeziehungen charakterisierbare, ganz Mitteleuropa umspannende Aristokratie; nicht zu sprechen von der integrierenden Rolle der Religionen, hauptsächlich der römisch-katholischen. Die Österreicher haben die bei ihnen schon traditionelle kulturgeschichtliche Anschauung befolgt. Die Ausstellung von Trautenfels war gleichzeitig eine Landesaustellung, mit vielen Erläuterungen, Karten, Graphiken und weit über die Rahmen der Kunst hinausragenden historischen, die Lebensweise betreffenden, sogar naturhistorischen Informationen und Ausstellungsobjekten. Der andere Gegenpol war - mit einem gewissen „Aristokratismus" - von den beiden ungarischen Ausstellungen vertreten, mit ihrer ausschließlich kunstgeschichtlichen Auffassung und einer - im Verhältnis zu den lokalen Gegebenheiten - starken qualifizierenden Selektion der zur Schau gestellten Objekte. Nach der Vorstellung der Veranstalter sprach die Gruppierung der Gegenstände für sich. Sie haben dem Besucher überlassen, die Zusammenhänge der nach Thematik, Typ, Zeitalter und Auffassung nebeneinandergestellten Kunstgegenstände zu erkennen, es waren gar keine erklärenden Aufschriften in den Vitrinen. Das Prinzip der kroatischen Veranstalter war die soziale Schichtung, dementsprechend reichte der Kreis der ausgestellten Kunstwerke vom Milieu der Aristokratie fast bis zur Volkskunst. Das bearbeitete Gebiet richtete sich aber nach den heutigen Grenzen, die von jenen der Barockzeit stark abweichen. Die Porträtausstellung von Warshcau obzwar man ursprünglich das mitteleuropäische Barockporträt im allgemeinen zur Schau zu stellen geplant hatte - hat lediglich die Porträts der polnischen historischen Persönlichkeiten eingesammelt, unabhängig von der künstlerischen Qualität der einzelnen Werke. Die nach kunstgeschichtlicher Anschauung veranstaltete Ausstellung in Prag hatte ein einziges Segment der Barockkunst als Thema, das Kunstsammeln, und selbst dies ausschließlich am Beispiel der Prager Sammlungen veranschaulichend. Ähnlicherweise hat die Preßburger Ausstellung ein Teilthema, die Heiligen Mitteleuropas bearbeitet. Die unterschiedliche Betrachtungsweise - und natürlich die finanziellen Möglichkeiten - haben auch den Grad der Ausleihung von Kunstgegenständen bestimmt Die der ursprünglichen Konzeption treuen ungarischen Veranstalter arbeiteten mit Hilfe von Ausleihungen - daraus ergaben sich ernsthafte materielle, Sicherheitsund Transportsprobleme, ferner der Kampf mit der Bürokratie der mitbeteiligten Institutionen. Eine größere (24) Anzahl von ganz überraschenden und unbekannten Gemälden konnte aus dem Brukenthal Museum in Hermannstadt (Sibiu, Rumänien) bezogen werden, Preßburg, Prag, Warschau, Wien, Graz, Salzburg, Laibach, ferner die Sammlungen einiger slowakischer Schlösser (Hontszentantal/Antol, Bajmóc /Boinice) waren aber gleichfalls von sehenswürdigen Stücken repräsentiert. Die einheimischen episkopalen und parochialen Sammlungen, weiterhin die dem Publikum kaum bekannten Kunstschätze einiger Provinzialmuseen gewannen auch mehr an Betonung. Da sich infolge der stürmischen polnischen Gechichte das Material sehr zerstreute, waren in der Warschauer Porträtausstellung auch die Museen von Belorussland, der