F. Mentényi Klára szerk.: Műemlékvédelmi Szemle 1993/1. szám Az Országos Műemléki Felügyelőség tájékoztatója (Budapest, 1993)

MŰHELY - Móga Sándor: Esztergom hiteles ábrázolásai 1595-ből

ellenére beázik, az épületre előbb-utóbb magastetőt leszünk kénytelenek tenni. A nagyméretű tetőt pedig úgy kell kialakítani, hogy a látogató be tudjon menni alá. Az így megemelt kötőgerendázatú tetővel elő is állna a hiányzó fafödémes szint és ezzel az eredeti tömegforma (24. kép). Sándor MOGA DIE AUTHEiNTISCHEN DARSTELLUNGEN ESZTERGOMS AUS DEM JAHRE 1595 Die Ursache der Zerstörung des königlichen Palastes von Esztergom war die kaiserliche Belagerung im Jahre 1595. Der Feldzug war das Ergebnis eines internationalen Zusammenschlusses und wurde deshalb von der zeitgenössischen Öffentlichkeit mit großem Interesse verfolgt. Die Kriegskorrespondenten haben Esz­tergom bereits vor dem Angriff abgebildet. Sie schilderten dann die Zerstörungen der Belagerung mit rücksichtslosem Naturalismus. Wegen der Zerstörung des kirchlichen Gutes drohte der Papst mit der Entziehung seiner Unterstützung. Die Umstände des Angriffs, Schriftquellen und archäologische Funde bestätigen die Authentizität der Stiche. Der vor dem Angriff entstandene Stich kann beinahe als eine Zustandsaufnahme betrachtet werden. Der im Vordergrund stehende romanische „Weiße Turm" ist zweigeschossig dargestellt. Das eine Geschoß war das auf der 10 m hohen Aufschüttung stehende, zu den doppelten Zwillingsfenstern gehörende, gewölbte Wohnraumgeschoß, das andere der mit einer Holzdecke versehene Dachbodenraum. Die Gewölbesteine beider Säle des Wohnraum­geschosses sind an Ort und Stelle, bzw. aus sekundärer Vermauerung zum Vorschein gekommen. Der Abortsturm ist eingeschossig dargestellt, was auch von der archäologischen Forschung bestätigt wurde. Die übrigen Stiche zeigen den Turm auch bloß um ein Geschoß höher als seine Umgebung. G. Houfnagel beachtet die Proportionen auf eine beinahe perspektivische Weise. Der Stich Meyerpecks ist in Hinsicht des Turmes vielleicht der wichtigste. Im Innern des auch hier in voller Höhe stehenden Gebäudes sieht man drei Decken. Die untere und die obere sind Flachdecken, die mittlere ist aber ein charakteristisch gezeichnetes Gewölbe. Zwei archäologische Tatsachen gehören hierher. Erstens: das heutige Fußbodenniveau wurde auf einer nahezu 10 m hohen Aufschüttung aus dem 12. Jahrhundert errichtet. Zweitens: im Laufe des Angriffs ist die Seitenwand des Turmes in ganzer Höhe niedergestürzt, so wurde auch die 10 m hohe Aufschüttung sichtbar. Der Stich Meyerpecks steht in vollem Einklang mit der vor dem Angriff entstandenen Darstellung, deshalb, wenn wir auch die Tatsache beachten, daß das Steinmaterial der Gewölbe zum Vorschein gekommen ist, kann man sagen, daß von dem Turm bloß das Geschoß mit der Holzdecke fehlt. Die Gewölbe der beiden Säle können aus dem ursprünglichen Baustoff, durch eine authentische Anastylose wiederhergestellt werden. Mit Rücksicht darauf, daß

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