F. Mentényi Klára szerk.: Műemlékvédelmi Szemle 1993/1. szám Az Országos Műemléki Felügyelőség tájékoztatója (Budapest, 1993)

EGYHÁZTÖRTÉNET ÉS MŰEMLÉKVÉDELEM - Horler Miklós: A Bakócz-kápolna megmentése — egyház és műemlékvédelem a 18-19. század fordulóján

Die Vermessungen und Risse der ersten Bakócz-Kapelle waren vom Namen des Isidore Canevale geprägt. Danach entstanden zwei Planvarianten. Laut der einen, die wahrscheinlich von Franz Anton Hillebrandt stammt, hätte man beim Bau der neuen Kathedrale die Kapelle auf ihrem ursprünglichen Platz behalten können. Der andere Plan zeigt eine klassische, neunteilige, zentrale Kirche, von deren vier mit Kuppeln bedeckten Nebenräumen ein Raum die Bakócz-Kapelle hätte sein können. 1763 begann man mit dem Abbruch der Überreste des St. Adalbertsdomes. Auf der Nordseite hat man das mittelalterliche Fußbodenniveau der Burg mit cca 7— 8 m hinabgesenkt. Neben den fragmentarischen Funden sind auch Tagebuch­eintragungen und Bauaufnahmen über die Arbeiten erhaltengeblieben. Nach dem Tode Barkóczys, 1765 wurden die Bauten unterbrochen, nur nach 1819, zur Zeit des Erzbischofs Alexander Rudnay, wurden sie fortgesetzt. An der Planung nahmen Ludwig von Rémy, ein Wiener Bauinspektor und Paul Kühnel aus Kismarton Teil, die Bearbeitung der endgültigen Lösung knüpft sich aber an den Namen des ebenfalls in Kismarton (Eisenstadt) geborenen Baumeisters Johann Baptist Packh. Demnach hat die Bakócz-Kapelle ihre Selbständigkeit verloren und fügte sich in einer um 180° umgedrehten Lage in das neue Gebäude ein. Zur Verlegung kam es im Jahre 1823, nach gründlichen Vermessungen und anderen Vorbereitungs­arbeiten. Infolge der Umdrehung im Grundriß ist die ursprüngliche Eingangsöffnung verlorengegangen und damit auch das Erlebnis der Erschließung des Innenraumes, ferner die frühere Kuppel. Die inneren Beleuchtungsverhältnisse und die Erschei­nung der äußeren Fassade selbst haben sich ebenfalls verändert. Nach der Verle­gung nahm der Bau des neuen Domes seinen Anfang, der erst 1886 beendet wurde. Die Beurteilung des Schicksals der Bakócz-Kapelle änderte sich von Zeit zu Zeit. Trotz der Kompromisse — gleichzeitig mit der Zerlegung und dem Neuaufbau des Titus-Triumphbogens in Rom — handelt es sich hier in erster Linie um die auf bewußter Bewertung fußende Rettung eines Baudenkmals von hervorragendem künstlerischem und historischem Wert, durch die technische Bravour der Abtragung und des Wiederaufbaus, zum erstenmal in Europa, in 1823. Miklós HORLER THE SAVING OF BAKÓCZ CHAPEL — CHURCH AND PRESERVATION OF HISTORIC MONUMENTS AT THE TURN OF 18TH AND 19TH CENTURY (Paper read on the conference ^Ecclesiastical History and Protection of Historic Monuments" 24th November 1992, organized by the Hungarian Ecclesiastical Historical Enzyclopedia Found and the Inspectorate of Historic Monuments.) The lecture (and an earlier monography: Bakócz Chapel in the Cathedral of Esztergom, Budapest, 1987.) and the study written of it is about the rescue of the

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