Koppány Tibor: A Sümegi vár és a Devecseri kastély reneszánsz kőfaragványai (Magyarország építészeti töredékeinek gyűjteménye 7. Budapest, 1995)

Tibor Koppány: Renaissance Baufragmente der Burg von Sümeg und des Schlosses in Devecser

TIBOR KOPPÁNY: RENAISSANCE BAUFRAGMENTE DER BURG VON SÜMEG UND DES SCHLOSSES IN DEVECSER BURG VON SÜMEG Über der Stadt Sümeg, die in der Mitte des im westlichen Teil Ungarns sich erstreckenen, von den Flüssen Donau und Drau begrenzten Pannoniens liegt, erhebt sich auf einem steilen Berggipfel die mittelalterliche, beträchtliche Burgruine. Die Ruine wurde zwischen 1957-1963 von dem Archäologen Károly Kozák im Laufe der im Auftrag des damaligen Landesdenkmalinspektorats durchgezogenen Grabungen freigelegt. Die Ruinen wurden bis 1965 - aufgrund der Bauplänen vom Verfasser dieser Zeilen - konzerviert und teilweise ergänzt. Während der archäologischen Freilegungen kamen zahllose, aus Stein gehauene Baufragmenten hervor, größtenteils im gebrochenen Zustand. Darüber hinaus gab es auch viele, an seinem originellen Ort gewesene und aus Stein angefertigte Steinmetzarbeiten in den Ruinenmauern. Die in unbekannter Zeit erbaute, bereits am Anfang des 14. Jahrhunderts bestehende Burg, das Zentrum einer aus 6-8 Dörfer bestehenen Herrschaft war, gehörte zu den Besitztümern des Bistums von Veszprém. Der größte Teil unter den im Laufe der archäologischen Grabungen zum Vorschein gekommenen Steinmetzarbeiten stammt aus dem 14.-15. Jahrhundert und ist von der Gotik geprägt, es gibt doch viel unter diesen im Stil der Renaissance, einige sogar des Barocks. Es weist daraufhin, dass die Burg im 16. und sogar im 17. Jahrhundert erweitert wurde, bis zu ihrem Untergang um 1720. Der Beitrag behandelt jene 81 Stücke Renaissance-Steinmetzarbeiten und deren Fragmenten, die aufgrund der sichtbaren Bauformen bzw. historischen Fakten teilweise im ersen Viertel des 16. Jahrhunderts, teilweise zur Zeit zweier großen Umbauen nach der Mitte des Jahrhunderts angefertigt wurden. Die genaue Zeit des Bauens im ersten Viertel des 16. Jahrhunderts ist unbekannt, keine schriftliche Quelle ist uns geblieben. Der Bauherr soll der Besitzer, der Bischof von Veszprém sein. Da die damaligen, im Amt einander schnell folgenden Bischöffe alle einen hohen Rang im königlichen Hof hatten, waren sie nur sehr selten, oder gar nicht am Bischofsitz anwesend, in der Burg zu Sümeg aber wahrscheinlich nie. Die Renaissance-Bauphase kann mit dem Namen von Tamás von Szalaháza gebunden werden, der zwischen 1524-1528 in dem bischöflichem Stuhl saß. Er war Glied des Budaer Hofes der Königin Maria von Habsburg, Gemahlin Ludwigs II. Jagelló. Eine geringe, feiner behauene Menge der aus dieser Zeit stammenden Steinmetzarbeiten wurde aus jenem Steinstoff gefertigt, was in den Gruben in der Umgebung des königlichen Hofes, Buda gewonnen wurde. Diese Steinmetzarbeiten können in den einheimischen Werkstätten gefertigt wurden, die von den von dem

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