Horler Miklós szerk.: Vas megye műemlékeinek töredékei 2. Magyarszecsőd - Zsennye (Magyarország építészeti töredékeinek gyűjteménye 6. Budapest, 2002)

Függelék - Baufragmente der Kunstdenkmäler vom Komitat Vas (Pál Lővei)

geradem Apsisabschluss. Die Mauern einschließlich bis zu den Gesimsen, auch der Giebelwände stammen aus dem Mittelalter. Ihr origineller Haupteingang öffnete sich an der nördlichen Fassade. Im Laufe der Forschungen kamen leicht spitzbogige, mit Laibung versehene, vom Blattkapitell verzierte Überreste eines Giebeltores zum Vorschein. Die Westfassade der Kirche wurde im Mittelalter mit zwei gedehnten, halb­kreisförmigen Fenster, darüber in der Mitte noch einem Rundfenster durchgestoßen. Die halbkreisförmigen Fenster wurden ausserhalb der Westfassade sowohl an der Süd­ais auch an der Ostfassade in gleicher Ausgestaltungsform gefertigt. Zu den beiden Seiten des Sanktuariums wurden gestufte Strebepfeiler gebaut. Den zeitmäßigen Ordensvorschriften gemäß war auch in Eisenburg nur das Sanktuarium der Kirche gewölbt. Der Traditionen des Bettelordens folgend wurde ein selbständiger Glockenturm gebaut, welcher sich vom Gewöhnlichen abweichend nicht an den Klosterflügeln anschließt, sondern außer der Quadratur, an der nördlicher Seite des Sanktuariums steht. Aus gleichen Baustoffen, mit gleicher Detailgestaltung wurden zur gleicher Zeit mit der Kirche die drei Flügel des mehrgeschossigen Klosters errichtet, die den Kreuzgang umgeben hatten und bis unserer Zeit schon vernichtet wurden. Wir können uns hinter aller seiner stellenweise - sowohl im Erdgeschoss, als auch im Stockwerk - vorgekommenen, kleingebauten Fenster je eine Zelle vorstellen. Das schräg gegliederte Südportal der Hl-Kreuz-Kirche zu Táplánszentkereszt mit seiner ohne Abbruch herumlaufender Profilierung gebildeten Laibung, und mit seiner kaum spitzbogigen Bogenlaibung ist auf das Ende des 13. Jahrhunderts datierbar (Kat. Nr. 85.1-17; Szerk. Kat. 85/1; Abb. 863-871). Ein besonderes Detail ist der Widderskopf, der den schildförmigen Abschluss der Doppelhohlkehle der Laibung über der Schwelle verziert. Das originelle, aus dem 14. Jahrhundert stammende Portal des gotischen Schiffes in der r.-k. Kirche zu Egyházashollós war eine Öffnung von spitzbogigem Abschluss und einfachem Steinrahmen mit Birnstab. (Kat. Nr. 57.8-15; Szerk. Kat. 57/1 ; Abb. 218, 228-229) Das Gebiet des westlichen Transdanubiens, innerhalb dem Komitat Vas war im 13. Jahrhundert beteiligt an den mit Sankt Gotthard begonnenen, dann mit Ják, Szentkirály und noch mit dem Dominikanerkloster zu Eisenburg fortsetzenden ländlichen Kunsttendenzen, falls von internationaler Bedeutung, aber im Komitat trifft man nur den schwachen Abglanz der richtungsweisenden Strebungen der gotischen Architektur und Bauskulptur im 14.-15. Jahrhundert bis der Anmeldung der Terrakottenelementen verwendeten, sich in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts meldenden Bauübung, die wirklich in regionalen Zusammenhängen zu bewerten ist. Richtige Ausnahmen bedeuten bloss die Sankt Gottharder Grabplatten (Kat. Nr. 79.162-163; Abb. 739-742) von dem Schatzmeister, Nicolaus von Szécs (f 1428), und seiner Frau, Ilona von Gara (t 1441 ), welche in den Werken von höchster Qualität der mit Rotmarmor arbeiteten, zentralen - vermutlich in Ofen, eventuell in Gran tätige - Grabsteinmetzerwerkstätten eingereiht werden, gewiss ist es der Rolle des Auftraggebers, des Erzbischofs, Dyonisius von Szécs, des Sohnes vom Ehepaar zu bedanken. 77 Auf Grund der Fundumständen und der Ausmaßen ist der originelle Ort der beiden Grabsteine von gleicher Größe, gleichem Stil, und Buchstabentyp, mit den in der Achse der Haupapsis des Zisterzienserklosters freigelegten Doppelgrab mit gemauerter Wand, überzeugend zu identifizieren. Ihre repräsentative Versetzung entspricht den nicht zu vielen Angaben, die uns über die Bestattungsorte von anderen Mitgliedern der Aristokratie im

Next

/
Thumbnails
Contents