Horler Miklós szerk.: Vas megye műemlékeinek töredékei 2. Magyarszecsőd - Zsennye (Magyarország építészeti töredékeinek gyűjteménye 6. Budapest, 2002)
Függelék - Baufragmente der Kunstdenkmäler vom Komitat Vas (Pál Lővei)
gegliederten, „knospenartigen" Halbkugeln reihen sich an einigen Fensterelemcnten von Sopronhorpács im Komitat Sopron an. 71 Die Gebiete vom westlichen Teil Transdanubiens knüpfen sich nicht nur als Vorbild, und Bildungsort von anstellbaren Fachleuten zum Ják an, sondern gehören darüber hinaus zu einem breiteren mitteleuropäischen Stilkreis vom stilistisch-motivischen Charakteristikum, wo gewisse Elementen der Gotik schon verwendet werden, aber was wesentlich noch von der Spätromanik bekennzeichnet ist. Unter den gleichfalls anspruchsvollen Beispielen dieses Kreises befindet sich eine Reihe von bedeutenden Zisterzienser- und Benediktinerklöster auch in Mähren und Schlesien (Velehrad, Tfebic, Tisnov, Legnica). 72 Unter den romanischen Kirchen dieser Gegend ist die von dem links des Flusses Raab begüterten Jáker Geschlechts gegründete Patronatskirche in Jakfa von dem Durchschnitt gegenüber mehr anspruchsvoller Ausstattung. (Abb. 257-268) Die beträchtliche Länge des Schiffes ist doch ein Ergebnis einer späteren Vergrößerung, ihr in heutigem Zustand sekundär eingebaut verzierte Gesims (Kat. Nr. 60.7-38; Abb. 259, 261, 278-320) aber wenn hinsichtlich ihres Kunstniveau nicht, doch im Bezug auf die Absicht des Auftraggebers gilt für besondere in der weiteren Gegend. Im Bezug auf die äußere Fläche der Quadermauer des vorhatlensmäßig errichteten Erdgeschosses vom vielleicht erstens gebauten Westturm (Abb. 262), den feinen Hufeisenbogen deren Öffnung, das ursprünglich zu den Teilen des Obergeschosses zugehörene Zwillingfenster (Abb. 263-264), die sorgfältige Bearbeitung der Details, das einstige nur aus Quellen bekannte, zu dem Obergeschoss des Turmes gehörene Empore ragt sich hinsichtlich auch ihrer Qualität unter den Dorfkirchen ihrer Gegend heraus. Die Erklärung deren ist vermutlich in den Strebungen der Patronatsfamilie erster Generation aufzufinden: das Baudetail dürfte vornehmer Bestattungsort für den mit der Pernauer und Jáker Hauptlinie des Geschlechts Ják, die zu der Aristokratie gerechnet werden kann, rivalisieren begehrenen Bauherr bestimmt worden sein. Von der Mitte des 13. Jahrhunderts an entfaltete sich eine Art von Blütezeit der mit der Bautätigkeit der Geschlechter parallel verlaufende Dorfkirchenarchitektur, die durch bereits geschilderte Jáker Wirkung der Kunstdetails und Darstellungen im Komitat Vas gekennzeichnet werden kann. Auf die größere Anzahl der Bauten deuten auch die Erwähnungen der Urkunden hin, die höchsten Zeugen sind dafür doch die auch heute stehenden, eventuell mit einigen Details in das späteren Gebäude eingemauerten Dorfkirchen. Den gesellschaftlichen Hintergrund der Bautätigkeiten ergibt die Veränderung der Besitzverhältnisse und daraus folgend die Aufsteigung einer ganzen Reihe von Mittel- und Kleinbesitzerfamilien. Die neue Schicht, die sich infolge der königlichen Besitzpolitik nach dem Tatarenzug (1241-1242), der königlichen Gaben, die den Klein- und Mitteladel gegeben wurden - damit die Macht des Hochadels auszugleichen - in die Reihe des ländlichen Adels erhoben hatte. Sie sahen als Vorbild die Bautätigkeit der Geschlechter, wenn es nicht eben den Ausmaß der Gebäude, und nur selten in Hinsicht auf deren anspruchsvollen Ornamentik, doch auf jede Weise - wegen ihres beschränkteren finanziellen Zustandes - bezüglich der Rechtsstellung der Kirchen beispielhaft war. Bis zum 13. Jahrhundert infolge des entwickelteren Wirtschaftens befestigen sich die Dorfstellen mit meistens aus Stein oder Ziegel erbauten Pfarrkirchen in ihrem Zentrum. Im westlichen Teil Transdanubiens ist diese Schicht der Dorfbesitzer besonders ausgedehnt worden, und es