Horler Miklós szerk.: Vas megye műemlékeinek töredékei 2. Magyarszecsőd - Zsennye (Magyarország építészeti töredékeinek gyűjteménye 6. Budapest, 2002)

Függelék - Baufragmente der Kunstdenkmäler vom Komitat Vas (Pál Lővei)

den die alten Wohngebäuden im Interesse der früher schon angefangenen Fundamentierungsarbeiten abgerissen. Aber die umgebaute, mittelalterliche Kirche blieb übrig, sie wurde nach 1790 zum Getreidespeicher umgestaltet - ihr berühmter Name „Getreidespeicherkirche" stammt von aus dieser Periode: ihr Glockenturm wurde abgerissen, die großen Fenster wurden zugemauert und die Gliederungs­elemente der Fassaden abgeschlagen. Die denkmalpflegerischen Forschungen der 70­er und 80-er Jahre brachten die Reste zusammen mit Steinfragmenten von großer Anzahl zum Vorschein (Abb. 668-748). Die Kirche der mittelalterlichen Abtei war ein dreischiffiges, mit Querhaus und einer beträchtlicher Hauptapsis versehenes, 44 m langes Gebäude. Nur das Ausmaß des an südlicher Seite gebauten Klosters war zu klären, nur der Kapitelsaal war wenigstens in seiner Grundrissform rekonstruierbar. Die Analogien zu der Kirche und dem Kloster fand Ilona Valter, die Leiterin der Forschungen, in Südfrankreich, in der Provance. Die in derselben Zeit um 1160-1180 gebaute und aus demselben Ort Mazan besiedelte Kirche von Sénanque, Le Thoronet und Sylvanès wurde gleichfalls ein­schiffig, mit basilikalem Langhaus, Querschiff und halbkreisförmiger Apsis errichtet, ihr fast spitzbogenförmige Tonnengewölbe werden durch Gurtbogen unterstützt, und ist von stark vereinfachten Detailformen und sorgfältiger Steinbehauung gekennzeich­net. Nicht an ihrer westlichen Fassade, nur in die zwei Seitenschiffen öffnete sich je ein rundbogiges Portal. Von diesem Anlagesystem weichte der zeitgenössische Gebäudekomplex von Zirc und Pilisszentkereszt vor allem mit der für Zisterzienser charakteristische Gestaltung des Hauptchors ab, die aus der östlichen Wand des die Nebenchöre in sich fassende Querschiffes mit einem geraden Chorabschluss eingezo­gen wurde. Alle drei ungarischen Klöster waren von der französisch-frühgotischen Baugliederung bekennzeichnet, innerhalb dieser können wir in Sankt Gotthard mit der Tätigkeit der freigewordenen Zisterzienserwerkstatt aus der Provance mindestens in der ersten Periode der Bauarbeiten rechnen. Auch die Pfeilerformen der Kirche entsprechen ihren südfranzösischen Parallelen, und Ähnlichen den Gurtbögen von mehrerlei Ausmaßen sind in anderen Zisterzienserkloster von Provance bekannt, so in Fontfroide und in Sylvacane. Ein Teil der Steinfragmente Sankt Gotthardin weist jedoch bereits auf die andere Ausgestaltung vom Aufbau auf: Im Laufe des lang hin­ausziehenden Bauens, nach einigen Zeichen sogar bis in die 30-er Jahren des 13. Jahrhunderts, wurde eine ganze Reihe von Kreuzrippengewölben sogar in der Kirche als auch in einigen Räumen des Klosters geformt. Die Rippengliederung, das gebuchtete Rundfenster der westlichen Kirchenfassade (Kat. Nr. 79.89-98; Szerk. Kat. 79/2; Abb. 718), die Gliederung und Kapitells des rekonstruierten Südportals mit Torleibung (Szerk. Kat. 79/1 ; Abb. 691-693) knüpfen sich schon an die Stilphasen der ersten Jahrzehnten von 13. Jahrhundert, und an die Umgestaltung der Zisterzienser­klöster von Pilis, 57 Pásztó im Komitat Nógrád, 58 Kerz 59 in Siebenbürgen (Cîrta ung. Kerc; Rumänien; Abb. 22) an - die nächsten Parallelen des Vierpaßfensters sind an der Kirche zu Tartlau (Prejmer, ung. Prázsmár; Rumänien; Abb. 23), die die Wirkung von Kerz zeigt, zu finden. In das Bezihungssystem des Schiffsgewölbes kann die Krypta der Benediktinerabtei zu Pannonhalma eingeordnet werden, die am Anfang des 13. Jahrhunderts, als die erste Bauphase der sogenannten dritten Kirche erbaut wurde. 60 (Abb. 24)

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