Horler Miklós szerk.: Vas megye műemlékeinek töredékei 2. Magyarszecsőd - Zsennye (Magyarország építészeti töredékeinek gyűjteménye 6. Budapest, 2002)
Függelék - Baufragmente der Kunstdenkmäler vom Komitat Vas (Pál Lővei)
Steindenkmälern wird, wie es schon erwähnt wurde, in den 5. und 6. Bänden der Serie Lapidarium Hungaricum nur einer als eventuell nennenswerter Teil, der die originellen architektonischen Zusammenhänge verlorener Fragmente des heutigen Komitats Vas hervorgebracht. * Der größte Teil der Steinfragmente im Komitat Vas kam aus Sakralbauten oder aus deren Resten zum Vorschein. Mehrere Klöster, einige städtische Kirchen beziehungsweise zahlreiche kleinere, dörfliche Pfarrkirche und Kapelle vertraten diesen Kreis. Unserer bisherigen Kenntnis ist der auf die früheste Vergangenheit zurückgehende Sakralbau des Komitats - kaum zufällig - in Steinamanger zu befinden. Die Hl-MartinKirche wurde zuerst in einem sich auf das Jahr 885 beziehenden, aber gegen 1050 verfälschten Salzburger Privileg erwähnt, der befundarme, typischerweise die Kirche umgebende, auf das 9.-10. Jahrhundert datierbare Friedhofsteil, der im heutigen Sanktuarium befunden wurde, kann jedoch auf Vorereignisse der Karolingzeit hindeuten. In dem ersten Zweidrittel des 11. Jahrhunderts stand hier eine Holzwerkkirche, an ihrer Stelle mit der Verwendung von römischen Ziegeln vor dem Jahre 1102 eine einschiffige, nach Osten gerichtete, kleine Kirche mit halbkreisförmiger Apsis errichtet wurde: Der Besitzer des Gebietes war zur Zeit die Abtei von Pannonhalma. Das neue, rechteckige Sanktuarium des Gebäudes wurde im Stil der Spätromanik, irgendwann im Laufe des 13. Jahrhunderts, vermutlich im Zusammenhang mit dem Personwechsel des Besitzers gebaut: von der Mitte dieses Jahrhunderts an war die Kirche in den Händen des Bischofs von Raab. (Abb. 770) Das Sanktuarium war auf Grund der in den Ecken hervorgekommenen Kämpferspuren gewölbt, von den mit Schrägkanten versehenen Rippen und Wappenfragmenten, beziehungsweise Stirnbogenelementen sind mehrere Stücke zum Vorschein gekommen (Kat. Nr. 92.3-6; Szerk. Kat. 92/1; Abb. 772-775). Zwei seltene Steindenkmäler der Kirche sind die zu den barocken Altaren als sekundär verwendete zwei mittelalterliche Altarplatten (Kat. Nr. 92.37-38; Abb. 785-786). Auf die ältesten, aus dem 11.-12. Jahrhundert stammenden Pfarrkirchen, beziehungsweise auf ihr einstiges Dasein an den Stellen oder in ihrer Nähe von den auch heute stehenden Bauten kann man in mehreren Fällen aus der archäologischen Freilegungen und aus ihren Schichtverhältnissen, Analyse ihrer Funde der um sie herum angelegten Friedhöfe schließen. 46 Selbst die Reste der Kirchen wurden bisher nur selten von der Forschung entdeckt. Einer der wichtigen Funde der letzteren Jahren ist die im Inneren der Jáker Hl-Jakob-Kirche freigelegte Rotunde mit halbkreisförmiger Apsis. 47 In ihrer Nähe kamen die Reste eines Wohngebäudes zum Vorschein, dessen Entstehungszeit nach ihrem Freileger am Ende des 12., beziehungsweise am Anfang des 13. Jahrhunderts zu bestimmen ist. Mit großer Wahrscheinlichkeit lässt sich auf Grund der Ähnlichkeit der Mauerwerke die Gleichzeitigkeit und der als einer Teil der Residenz vom Patronatsherrn bestimmbare funktionale Zusammenhang der beiden Gebäude annehmen 48 Auf Grund eines in der Nähe gefundenen, aus dem 11. Jahrhundert stammenden Münzenbelündes wurde neuerlich auch noch das 11. Jahrhundert als Datierung des Bauens der Rotunde angenommen. 49 Die Kirche des mittelalterlichen Gemeindes von Szentkirály stellt mit ihrer halbkreisförmigen Apsis