Horler Miklós: Győr-Moson-Sopron megye I. Sopronhorpács, plébániatemplom (Magyarország építészeti töredékeinek gyűjteménye 3. Budapest, 1995)

Gábor Bazsó: Die Pfarrkirche von Sopronhorpács

Die Ecken des dritten Halbsäulenkapitells zierten Menschenköpfe (Kat. Nr. 335.122; Abb. 242, 245.). Bei der Rekonstruktion im Lapidarium brachte man über diesem Kapitell jenes etwas kleinere Kämpferelement an, das den auch im Portal vorkommenden Typ vertritt und das in der Innenseite der Chormauer freigelegt wurde (Kat. Nr. 335.123). Ohne Widerlager läßt sich den Kapitellen unter den Steinfragmenten eine dreiec­kige Bekrönung anpassen (Kat. Nr. 335.124; Abb. 251.). Unter den Elementen des Bogenfrieses eines Gesimses findet man im Lapidarium 8 Stück, darunter auch ein Paar (Kat. Nr. 335.125-132; Abb. 246-248.). Zum Gesims gehörende Steine sind ferner jeweils ein Exemplar mit Sägezahn- bzw. Diamentreihenverzierung (Kat. Nr. 335.133, 335.194; Abb. 249-250.). Die übrigen Gesimselemente setzen sich aus Platten zusammen, die von einer Hohlkehle gestützt werden (Kat. Nr. 335.134-138, 195, 225). Die Stirnfläche dieser verschiedenen Gesimselemente ist gerade, ihre seitlichen Stoßflächen jedoch schließen spitzwinklig an, woraus folgt, daß sie auch zur Apsis gehört haben könnten. Einen Teil der Steinmetzarbeiten bilden die Reste verschiedener Fenster. Zahlreiche Fragmente gibt es vom Fenstertyp der Apsis des Chores. Aus diesen wurde im Lapidarium ein Fenster zusammengestellt, außerdem findet man von diesem Typ eine weitere Brustlehne sowie ein Schlußsteinfragment (Kat. Nr. 335.139-149; Abb. 261-263.). Ihre Außenfläche ist bogenförmig, man hatte sie also für die einstige Apsis ge­fertigt. Zwei Elemente der schrägen Fensterleibung vom oberen Westfenster der Vierung waren noch anläßlich des Umbaus im gotischen Stil herausgenommen und als Baumaterial im östlichen und nordöstlichen Ab­schnitt des Chores verwendet worden (Kat. Nr. 335.109, 335.110; Abb. 264-265.). Erhalten blieben auch drei formgleiche Zwillingssäulenkapitelle, die vermutlich aus Zwillingsfenstern stammen. In bezug auf ihre urpsrüngliche Plazierung gibt es keinerlei Anhaltspunkt. Für eine eventuelle Kreuzgangarchitektur sind sie zu klein: ihr Abakus mißt 33 xl6,5 cm (Kat. Nr. 335.196-198; Abb. 253-258.). Denkbar wäre, daß zu den Einfassungen der Zwillingsfenster jene rechteckigen Steinelemente gehört haben, die bei den Apsisfenstern verwendete Knospenverzierung aufweisen und an denen die rote Bemalung haften blieb (Kat. Nr. 335.150-156; Abb. 259-260). Der im Kern des kreuzförmigen Pfeilers der südlichen Arkandenreihe zum Vorschein gelangte Skulp­turenkopf (Kat. Nr. 335.30; Abb. 179.) steht sowohl im Hinblick auf seine Kopfform und Haartracht als auch seine Dimension dem unversehrtesten linken unteren Engelskopf vom Tympanon des Westportals nahe. Als ursprüngliche Stelle des Stücks kommt unter den sechs vorhandenen Engelsfragmenten nur der nahezu vollständig zerstörte oben rechts in Frage, allerdings ist auch nicht auszuschließen, daß sich zu beiden Seiten des thronenden Christus in einer unteren Reihe ebenfalls Figuren befanden. Aus der Beschreibung Dümmer­lings geht nicht hervor, wo genau man den Pfeiler angemeißelt hatte. Die Außenseite des Pfeilers wurde im 18. Jahrhundert abgeschlagen und sein Kern zum Großteil mit Ziegeln ausgebessert. Am wahrscheinlichsten ist, daß das Fragment damals hinein gelangte. Vermutlich vom Tympanon des Westportals stammt auch das kleine Gewandfaltenfragment, welches in der Mauer des Turms zu sehen ist (Kat. Nr. 335.223). Die Stücke einer größeren Gruppe von Fragmenten, die hinsichtlich ihrer Konstruktion und Form einen Zusammenhang zeigen, waren vermutlich im Südportal der Kirche eingebaut. Drei davon gehörten zu der Kapitellzone einer Torleibung. Im Falle zweier unversehrter Stücke schließt das Fragment eines Säulenkapi­tells an den Leibungspfeiler an. Eines der Stücke ist ein kelchförmiges Knospenkapitell mit dem fragment einer Rankcnflechte unter der Knospe. Das andere, stark beschädigte Kapitell war von zwei Reihen in Knos­pen endenden Blättern bedeckt. (Diese Lösung kommt am mittleren Säulenkapitell der nördlichen Leibungs­seite des Hauptportals vor.) (Kat. Nr. 335.25, 26; Abb. 167, 170.). Beim dritten Fragment handelt es sich um das abgesplitterte Stück eines Kapitells, dessen Verzierung mit der von Nr. 335.26 übereinstimmt. (Kat. Nr. 335.199; Abb. 173, 175.) Wie die beiden besser erhaltenen Steinfragmente der Kapitellzone zeigen, gehörte dieses Tor zu einem anderen Typ als das Hauptportal der Kirche. Der Abakus der Kapitelle füllt nämlich die Ecke zwischen den Leibungspfeilern nicht aus. Laut Zeugnis eines weiteren Fragments hatte man die In­nensäule der Leibung im Einklang mit der unverzierten Steinrahmung des Tores aus einem Stück gestaltet. (Kat. Nr. 335.201). Fragmente des Torbogens lassen sich in der Turmmauer studieren. Die Glieder eines Steinelementes mit Stabgitterverzierung stimmen mit denjenigen überein, die am Fragment des Leibungspfeilers unter Nr. 335.26 zu sehen sind. (Kat. Nr. 335.216) Darüber hinaus dürften zu dem Leibungsbogen mit Stabgitterglie­derung noch zwei andere Fragmente gehört haben, die jedoch dermaßen beschädigt sind, daß sie sich nicht zur Ableitung weiterer Schlußfolgerungen eignen. (Kat. Nr. 335.266, 267). Aus der anderen Bogenschicht des Tores ist nur ein einziges Element bekannt, dessen Hohlkehle Ranken schmückten (Kat. Nr. 335.240). Da sich an der Hauptfassade vom Ende des Seitenschiffs her vermutlich kein Eingang befand, dürften diese Fragmente die Südfassade geziert haben.

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