Búzás Gergely: Pest megye 1. Visegrád, királyi palota 1. A kápolna és az északkeleti palota (Magyarország építészeti töredékeinek gyűjteménye 2. Budapest, 1990)
Gergely Buzás: Die Kapelle und das Nordöstliche Palastgebäude des Königsschlosses in Visegrád
mit SturzstützenabschJuss vor und ist der charakteristischste Türtyp des Palastes. Es blieb noch einmal in situ erhalten: zwei untere Pfostensteine einer Tür des Eingangskorridors an der ösüichen äusseren Fassade. (Abb. 251,294/b) Dir Profilabschluss ist einfacher, als der der Tür im oberen Geschoss. Ein niedriges Stück mit engerem Profil, als bei den anderen, soll auch an irgendeiner äusseren Fassade gestanden haben, weil das an diesem erhaltengebliebene System der Färbung mit der an den einzelnen Fensterrahmen erhaltengebliebenen übereinstimmt. (Abb. 252, 294/a) Kehren wir aber in die Räume im Obergeschoss zurück, wo oft auch die Kamine gewechselt wurden, die neuen waren auf mit dem ursprünglichen übereinstimmenden Grundriss gebaut, es waren aber viel reichlicher profüiert. (Abb. 276-277, 309/a, 413-416) Dir Aufbau erinnert auch an die älteren, hier ist aber die in die - als Konsole auftretenden - Gesimse gehauene Treppe komplizierter, obendrein ist daran auch ein ursprünglich mit Blei ausgefülltes Kanalsystem festzustellen, das die Stabilität der Ineinanderfügung der Konsole und des Durchbinderbalkens gestärkt hatte. Es blieben Fragmente mindestens von zwei Exemplaren mit gelichem und von einem dritten Exemplar mit etwas abweichendem Profil erhalten. (Abb. 279) Der Durchbinderbalken eines vierten, dem mass nach viel grösseren Stückes mit gleichem Profil, wie die ersten zwei fand man vor der Westfassade. Dieser Kamin soll vermuüich den grossen Saal des Westflügels geheizt haben. 176 (Abb. 278, 309/b) Die Räume des zweiten Stockwerkes waren durch die der Gröse nach den erwähnten Kreuzstockfenstern ähnlichen, aber mit einfachem, graphischem Profil versehenen Fenster beleuchtet. (Abb. 238, 281, 334-335) Bruchstücke solcher Öffnungsrahmen kamen von der Umgebung des Prunkhofes und vor der wesüichen Fassade zum Vorschein. 177 Bei jedem Kreuzfenstertyp ist die Breite gleich, deshalb können wir nicht entscheiden, welchen Typ der einzige Fensterarmstütze mit Konsole (Abb. 238, 284, 336), an der auch die Rahmenbreite zu messen ist, angehört hatte. Nachdem aber viele solche, mit Hohlkehle profilierten, nur in kleinen Details voneinander abweichenden Bruchstücke von Fensterrahmenkonsolen erhaltengeblieben sind, dürfen wir mit Recht vermuten, dass alle drei Fenstertype, wenn auch nicht völlig gleiche, aber wesentiich ähnliche Armstütze gehabt hatten. Zum zweiten Stockwerk kann noch ein weiterer Steinmetzarbeittyp gebunden werden. In den östelichen Saal des Nordflügels hineingestürzt kamen Schaft- und Sokkelbruchstücke einer kannelierten, achteckigen Säule 178 (Abb. 31, 267, 299/d, 403), sowie vor der Westfassade Kapitell- und Schaftbruchstücke einer ähnliche Säule zum Vorschein. Das Kapitell und Sockel waren ähnlich profiliert. Die Säulen können kaum in den gewölbten, 7,5 m grossen Räumen des ersten Stockes gestanden haben, es ist aber vorstellbar, dass sie offensichüich die Hauptbalken der Holzdecke im niedrigeren zweiten Stock getragen hatten. Aus der vorausgesetzten grössten Höhe der Säule, sowie aus der Grösse der Kreuzstockfenster können wir darauf schliessen, dass die Lnnenhöhe des zweiten Stockes ca. 4 m beträgt. (Abb. 127-128) Nach dem Abbruch der alten Arkade und des Prunkbrunnens des Innenhofes wurde der Hof auf allen vier Seiten mit einem neuen Laubengang umgeben. Die Mauer des Laubenganges waren von spitzbogigen, mit schräger Hohlkehle profilierten, verglasten Festem, ohne Masswerk, 179 sowie an vier Seiten von je einer Tür durchbrochen. Das Profil der mit Sturzstütze versehenen Türen mit Oberlicht 180 (Abb. 257, 296/b) war an der Gangseite. Die rechten, unteren Pfostensteine der südlichen Tür blieben in situ erhalten, die linke obere, mit Rosette verzierte Sturzstütze kam aber daneben heruntergestürzt zum Vorschein. 181 (Abb. 375-376) Im Nordostpalast kamen Bruchstücke eines ähnlich profilierten, aber wesenüich grösseren, auch mit Sturzstütze versehenen Tores zutage. (Abb. 256, 296/a) Ausserhalb der oben genannten sind noch Bruchstücke von zwei reicher profilierten Türtypen im Lapidarium. Von einer ist ein Bruchstück einer mit Löwenkopf geschmückten Sturzstütze bekannt. (Abb. 255,295/b, 374), während von der anderen blieben Fragmente mehrerer Exemplare erhalten. (Abb. 254, 295/a) Bruchstücke von zwei Pfostensteinen traf János Schulek im Raum-Ii. des Ostflügels, in der Nähe dem nach Osten gehenden, grossen Fenster an 182 (Abb. 22), von einer solchen Tür kam auch der waagerechte Sturz zutage. (Abb. 372) Bei diesem Typ, dem Prunkhofstor ähnlich, nimmt das Rundstabprofil aus einem gedrehten Tambour einen Ansatz. (Abb. 373) Reichlich ausgestatteten Konsolen trugen das Gewölbe des Laubenganges. (Abb. 262-263, 299/a/b/c, 380-391) Die Konsolen können dem Profil nach in zwei Haupttype geteilt werden. Bei erstem Typ blieben aber mehrere, in Details, sogar auch in Proportion des Profils verschiedene Varianten erhalten. Diese reichere Variante wurde in Gegensatz zu dem anderen, aus Sandstein gehauenen Typ, aus Kalk gefertigt. Das Laubengangsgewölbe bestand aus Sterngewölbejöchen von verschiedenem Grundriss, neben den in den vergangenen Jahren rekonstruierten kann auch mit reicheren Formen gerechnet werden: es trat ein oberer, einen hängenden Schlussstein haltender Schlussstein (Abb. 395) und ein in seiner Grundrissprojektion aus gebogenen Rippen zusammengesetzter, vierzweigiger Schlussstein zutage (Abb. 396). Die Gevölberippen wurden mit dreigliedrigen Profil ausgebildet. 183 (Abb. 264/e, 300/b, 395-401) Der Hof war von Bänkchen umgeben, deren abgerundetes Profil (Abb. 298) mit dem Profil des Fenstersitzes im nördlichen Saal des Ostflügels übereinstimmt. (Abb. 241) In der Mitte des Hofes war der achteckige