Horler Miklós: Általános helyzetkép (Magyarország építészeti töredékeinek gyűjteménye 1. Budapest 1988)
Horler Miklós: LAGEBERICHT ÜBER DIE ARCHITEKTONISCHEN STEINFRAGMENTEN IN UNGARN
Magdalenenturmes den von kulturpolitischen Interessen unabhängigen Geschäftszwecken zum Opfer gefallen sind. Während die Ausstellungen bloss 10 % des Landesbestandes berühren, ist die Lage jener 90 %, die in verschiedenen Depots liegen, viel schlechter. Die Deponierungslage der architektonischen Steinfragmente von Ungarn kann als sehr schwer betrachtet werden, da vom Standpunkt des Bestandschutzes aus, für eine längere Zeit unter zufriedenstellenden Umständen sich bloss 20 330 Stück befinden, 33 % des Landesbestandes unter provisorisch annehmbaren Umständen 24 847 Stück, 41 % des Landesbestandes unter ungelösten Umständen 15 615 Stück, etwa 26 % des Landesbestandes. Im ganzen sind also die Deponierungsumstände von 40 642 Stücken, 66,5 % des ganzen Materials, nicht zufriedenstellend. Die Deponierungsumstände sind in Hinsicht des Studiums auch nicht viel besser. Ein kleiner Unterschied ergibt sich dadurch, dass einige, vom Standpunkt des Bestandschutzes aus nur in einer provisorisch annehmbaren Lage befindlichen Fragmente,für das Studium noch irgendwie erreichbar sind. Nach Verteilung des Materials sind: Leicht zugänglich 27 933 Stück, 46 % des Landesbestandes Schwer, oder überhaupt nicht zugänglich 32 945 Stück, 54 % des Landesbestandes Dieses Verhältnis ist einigermassen idealisiert, das heisst, sogar die unter minimal annehmbaren Umständen befindlichen Depots werden als leicht zugänglich betrachtet. In der Wirklichkeit dürfte ein Depot nur dann als leicht zugänglich genannt werden, wenn das Material der Provenienz nach gruppiert wäre, die Steine einzeln, nicht aber gestopft auf den Regalen lagen, von dort leicht abzuheben wären und ein jedes Regal leicht zugänglich wäre. Im Depot dürften sich keine anderen Objekte befinden, auf den Steinen dürfte kein fremdes Material, kein Plunder liegen. Im Depot sollte eine grössere freie Flache oder ein Tisch sein, um die Fragmente gründlich zu studieren, zusammenzufügen, zu vermessen bzw. fotografieren zu können. Das Depot soll trocken, rein und in Ordnung gehalten, seine Beleuchtung entsprechend sein. Solche Steindepots gibt es aber kaum im Lande. Die Gründe der ungenügenden Deponierungslage sind verschieden. Es sind vor allem der allgemeine Raummangel und der schlechte technische Zustand der Depots, der sogar die öffentlichen Sammlungen von nationaler Bedeutung betrifft. Ausserdem ist die Deponierung der Steinfragmente für jedes Museum eine Mehrlast wozu es nicht vorbereitet und eingerichtet ist, seine Gebäude sind nicht dazu dimensioniert. Die besonderen Masse der Steinfragmente, die eigenartigen Forderungen ihrer Behandlung und Lagerung standen immer ausserhalb des Kreises der traditionellen Museumsgegenstände, bei dem Bau oder der Erweiterung der Museen hat man mit diesen Ansprüchen nicht gerechnet. Wie wir aus den Aufzeichnungen von Flóris Rómer wissen, war die Situation von den Anfängen der ungarischen Muséologie an dieselbe, und ist es bis heute. Das Problem, das sich im heutigen Volumen der architektonischen Fragmente zeigt, steht mehr oder minder ausserhalb der traditionellen Muséologie, auch was seine Gattung betrifft. Die traditionellen Museen sind vor allem für die Aufbewahrung von Objekten der bildenden Kunst, der Archaeologie, des Kunstgewerbes und der Kulturgeschichte profiliert, die Steinfragmente gehören aber letzten Endes zur architektonischen Muséologie und zur Denkmalpflege. Die Aufgabe ist ähnlicherweise speziell und neu, wie z.B. bei dem Verkehrsmuseum, dessen Objekte in den Rahmen eines traditionellen Museums unvorstellbar sind. Daher kommt es, dass die Museen in ihre Ausstellungen bloss einige Hundert, als Kunstgegenstände geltende Steinfragmente halten, im