Détshy Mihály nyolcvanadik születésnapjára tanulmányok (Művészettörténet - műemlékvédelem 11. Országos Műemlékvédelmi Hivatal, 2002)
Simon Zoltán: Egy lépés előre: újabb középkori részletek a sajókazai református templomon
Ein Schritt vorwärts: neue mittelalterliche Details an der reformierten Kirche in Sajókaza Zoltán Simon Die ersten bedeutenden mittelalterlichen Details der reformierten Kirche in Sajókaza, die Fenster und Gesimse des Turms vom Ende des 13. Jahrhunderts legte Mihály Détshy frei. Seine Ergebnisse veröffentlichte er 1983. Obwohl seitdem auch einige neue Elemente bekannt wurden, kamen bei der methodischen Forschung der Kirchenfassade 2001 wieder reiche Details ans Tageslicht. Trotz der reichlichen Quellen in Bezug auf Sajókaza, gibt es kaum mittelalterliche Angaben zur Kirche, und was vorhanden ist, ist auch eher indirekt. Laut päpstlicher Zehntelregister war die Kirche den Heiligen Veit und Modestus geweiht. Die anderen Angaben beziehen sich fast ausschließlich auf den Pfarrer in Sajókaza, dessen Haus oder die Pap utca (Pfarrerstraße).Das Schicksal der Kirche, die sich 1576 bereits in den Händen der Protestanten befand, läßt sich in der Neuzeit besser verfolgen. Im Laufe des 16.-17. Jahrhunderts erlitt das Gebäude schwere Schäden, die Renovierungen begannen Ende des 17. Jahrhunderts. Die sich auf die Außenfassade beschränkende Forschung unterschied drei mittelalterliche Bauperioden. Aus allen drei Bauphasen kamen bedeutende Details ans Tageslicht. Aus der frühesten Ziegelkirche, die an der Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert errichtet wurde, stehen lediglich die nördlichen und südlichen Chorwände, annähernd in Originalgröße. Die Südfenster mit Halbbogenabschluss, die sich trichterförmig verengen, kamen zum Vorschein. Die Südwand des Schiffes durchbrachen vier solche Fenster, das Westliche von ihnen ist etwas niedriger plaziert. Dies weist darauf hin, dass im Westteil des Schiffes einst eine Empore stand. Das gleiche bezeugt, dass auch am Westende der nördlichen Schiffsmauer ein kleines, romanisches Fenster gefunden wurde. Dieses Gebäude wurde Mitte des 13. Jahrhunderts - in Folge des Tatarensturmes - schwer beschädigt. Die Wiederherstellung erfolgte in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Damals erweiterte man die Kirche nach Westen und versah sie mit einem Turm. Der westliche Zubau umfasste eine riesige Empore. Die Empore beleuchteten von Norden ein, von Westen zwei, von Süden drei Bogenfenster, die sich trichterförmig verengten. Den Raum unter der Empore beleuchteten an der Südseite zwei Rundfenster. Die Fenstergruppen des Turmes und ihre Gesimsornamente aus der gleichen Zeit wurden schon früher gefunden. Die dritte Bauphase erfolgte Anfang des 16. Jahrhunderts, vermutlich um 1510. Damals bekam die Kirche ein neues, gewölbtes Chor mit polygonalem Abschluss. Die drei großen gotischen Fenster des Chores wurden im 18. Jahrhundert eingeengt, aber - die durchbrochenen Steinplatten und den Kreuzstab ausgenommen blieben sie völlig erhalten. Das Öffnungssystem des Schiffes wurde auch verändert: An die Stelle der früheren Fenster kamen zwei Spätgotische. Von den später ebenfalls barockisierten gotischen Fenstern konnte das Westliche ganz mit Maßwerk zusammen rekonstruiert werden. Auch die Größe der an die Nordseite des Chores angeschlossenen Sakristei, die einst ein Tonnengewölbe trug, konnte festgelegt werden. Westlich der Sakristei stand ein Ossarium. Der Steinrahmen der in die Sakristei führenden Renaissance-Tür wurde schon früher freigelegt. Ohne innere Wandforschung kann nicht entschieden werden, ob das aus Sajókaza stammende, im Ottó Herman-Museum in Miskolc aufbewahrte, qualitätsvolle