Bardoly István és László Csaba szerk.: Koppány Tibor Hetvenedik Születésnapjára (Művészettörténet - műemlékvédelem 10. Országos Műemlékvédelmi Hivatal, 1998)
Sedlmayr János: A sopronhorpácsi késő román templom főhomlokzatáról. Elméleti rekonstrukciós kísérlet
Uber die Hauptfassade der spätromanischen Kirche in Sopronhorpács János Sedlmayr Die vom Ols-Stamm erbaute, spätromanische Kirche in Horpács war eines der hervorragendsten Werke Westungarns. Im 18. Jahrhundert wurde sie grundstürzend umgebaut, von der Hauptfassade blieben nur der untere Teil des Tores mit Füllung und einige seiner Rahmenelemente übrig. Die Gewölbe des Portals, mindestens die Überbrückungen über den äußeren fünf Säulenpaaren, wurden auch in der für den Barock typischen Korbbogenform nachweislich umgestaltet. In dem jetzt veröffentlichten Band der Lapidarium Hungaricum-Serie wurde von dem Verfasser des Artikels mehrere Rekonstruktionszeichnungen über einige Details der spätromanischen Kirche in Sopronhorpács entworfen. Er (der Verfasser) beschäftigte sich auch mit der Rekonstruktion der Haupfassade, die Veröffentlichung kam jedoch dort nicht zustande, weil das primäre Ziel der Serie die Auseinandersetzung des Lapidariumsmaterials war. Vom Gesichtspunkt der ungarischen Architekturgeschichte aus ist die theoretische Rekonstruktion der westlichen Seite der Kirche, von der bis jetzt keine Zeichnung entworfen wurde, von sehr großer Bedeutung. Vom Verfasser wird bewiesen, dass die äußeren Torbögen - genau wie im Portal der Kirche in Ják - spitzbogig waren und in seinen Gliederungen die in den Füllungen befindlichen Formen fortgesetzt wurden. Das Portal wurde vermutlich durch steigende Arkaden umrahmt; die Bögen sollten durch beinahe menschengroße Statuen von Aposteln und in der Mitte durch die von Christus getragen werden, so wie es unten - unter zwei Bögen - auch heute noch zu sehen ist (Peter und Paul?). Hinter dem stufenartigen Wandelgang konnten die Sitznischen der Schutzherrfamilie untergebracht werden; auf die für die Schutzherren reservierte Empore und in den Turm führte eine südliche Wendeltreppe hianuf. Die Hauptfassade der spätromanischen Kirche in Horpács war assymetrisch, nachdem neben dem Portal, am Ende des Bestattungskorridors nur der quadratische südliche Turm aufgebaut wurde. Sein geplanter östlicher Teil wurde - vielleicht wegen des Mongoleneinfalls 1241 - nie vollendet.