Bardoly István és László Csaba szerk.: Koppány Tibor Hetvenedik Születésnapjára (Művészettörténet - műemlékvédelem 10. Országos Műemlékvédelmi Hivatal, 1998)

Sonkoly Károly: Emeletes középkori lakóház Pécs belvárosában. A Király u. 17. műemléki előkutatásának eredményei

Mittelalterliches Etagenwohnhaus in der Innenstadt von Pécs (Resume zu der Studie „Ergebnisse der vorläufigen Denkmalforschung des Hauses in Király Str. 17.") Károly Sonkoly Die vorläufigen Forschungen des Wohnhauses in Király Str. 17., das in der von mittelalterlichen Schutzmauern umgangenen Innenstadt von Pécs, auf einem Gebiet von Denkmalbedeutung unter individuellem Schutz steht, wurden von dem Verfasser 1997 durchgeführt. Von den Ergebnissen der geplanten Mauer­forschung vorausgehenden Arbeit (Analyse der Fachliteratur und der Archiv­quellen, ihr Vergleich mit den Abmessungsplänen und Beobachtungen der ört­lichen Begehungen) wurde die in den ortshistorischen Publikationen in den letz­ten Jahrzehnten formulierte Behauptung bestätigt, das Gebäude sei mittelalter­licher Herkunft. Das Haus, das erst seit 1958 unter Schutz steht, wurde früher auf das Ende des 18. Jahrhunderts datiert und sein Stil für Spätbarock bestimm. Die Ursache des Irrtums ist ein Umbau am Anfang des Jahrhunderts, bei dem die Straßenfassade auf das Unerkennbare radikal verändert wurde. Die in 1962 durch­geführte Renovierung - als der Hauptfassade eine beim Zeichentisch aus­gedachte, angeblich spätbarocke Form ohne jegliche Beglaubigung verleiht wurde -, machte die Frage nur noch komplizierter. Als Ergebnis der jetzt beendeten vor­läufigen Denkmalforschung stellte sich heraus, dass die falsche Kulissenfassade ein eingeschossiges mittelalterliches Wohnhaus in sich birgt und die Mehrheit des gegenwärtigen Gebäudeblocks sogar auch aus dem Mittelalter stammt. Die früher allgemein verbreitete Auffassung, die Mehrheit des mittelalterlichen Gebäudebestandes von Pécs sei in Folge der am Anfang des 16. Jahrhunderts angefangenen und zweihundert Jahre andauernden Kriege, Belagerungen und Feuerbrände vernichtet worden, wurde von den Denkmalforschungen der letzten Jahrzehnte wiedergelegt. Von dem Verfasser selbst wurden auch mehrere mit­telalterliche Häuser in den letzten Jahren freigelegt. Bei dem Gebäde Király Str. 17. ließen sich auch schon im Mittelalter zwei Bauperioden unterscheiden. Unserer Hypothese nach sollte es mit Zusammenbau von zwei früheren, vermut­lich aus dem 15. Jahrhundert stammenden, auf die Straße wagerecht gestellten Häusern - die durch eine mit steingerahmten Großportal versehene Mauer könn­ten verbunden gewesen sein - ein eingeschossiges, L-förmiges Großblockwohn­haus am Anfang des 16. Jahrhunderts errichtet werden. Die Archivquellen nach den Jahren der Türkenherrschaft, am Ende des 17. Jahrhunderts, erwähnen das Haus als ein eingeschossiges Gebäude in gutem Zustand, in dem der militärische Befehlshaber der Stadt wohnte. Später geriet es in Privathände und wurde in der Mitte und am Ende des 18. Jahrhunderts in zwei Etappen umgebaut. Zu dieser Zeit wurden die inneren Räume ausgewölbt und das Haus mit einer qualitätvollen Fassadenarchitektur im Barockstil versehen. Diese Arbeit - in erster Linie auf Grund der Kunstformen der reichen Einrahmungen der Etagenfenster - wird von uns einem örtlichen Meister, namentlich Petz attribuiert, von dem in den 1730-40­er Jahren das Seminar und das Komitatshaus in Pécs erbaut wurde. Das mittelal­terliche, steingeramte Großportal blieb erhalten. Dieser Zustand von dem Ende des 18. Jahrhunderts ist auf gegen die Jahrhundertwende entstandenen Fotos gut zu beobachten. Erwähnenswert ist die erhalten gebliebene Dachstruktur aus dem 18. Jahrhundert. Das Treppenhaus wurde in den 1770-er Jahren - der Besitzer des Hauses war zu der Zeit eine Adelsfamilie von Rang und Stand - errichtet. Aus

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