Judit Tamás: Verwandte typen im schweizerischen und Ungarischen kachelfundmaterial in der zweiten hälfte des 15. jahrhunderts (Művészettörténet - műemlékvédelem 8. Országos Műemlékvédelmi Hivatal,1995)
Anmerkungen zum Katalog
ANMERKUNGEN 1. Die Wädenswiler Rosetten sind ziemlich schematisch abgebildet, so daß sich die verschiedenen typologischen Varianten überhaupt nicht unterscheiden lassen. Deshalb sehen wir im weiteren davon ab, uns auf die obige bibliographische Angabe zu berufen. 2. Unter diesem Titel werden immer Bruchstücke beschrieben, deren typologische Zuordnung zu einer bestimmten Variante des behandelten Kacheltyps eben infolge ihres fragmentarischen Zustandes unmöglich war. 3. Über Ofensteckpröpfe (d.h. keramische Ofennägel) siehe: Tauber 1980. 16.; Franz 1982. 212. Tauber hält sie für einen Typ mit regionaler Verbreiuing in Bern und Umgebung. Von dem einschlägigen zürcherischen Fund wie auch von einem anderen aus Letanovce-Klástorisko (Slowakei; Slivka 1988. 439., Abb. 5) wird seine Aussage modifiziert. 4. Da das namensgebende handgefertigte Diamantmuster selbst typologisch nicht zu klassifizieren war, schien es uns naheliegend, diese Kacheln aufgrund des Begleitmotivs einzuordnen. 5. Zu Methoden und Problemen der Rekonstruktion siehe: Tamási 1986. 254., Anm. 10. 6. Im schweizerischen Fundmaterial ließen sich nur zwei Gruppen dieser Engelkacheln unterscheiden, die mit den Varianten B und C der Marienkacheln parallel gesetzt werden konnten. 7. Die Patrizen waren häufig aus fetterem, d.h. plastischerem Ton hergestellt und um das Ausmaß der zweifachen Brennschwindung größer als die Kacheln selbst. Endres - Schäfer 1981. 39-40. Dem ersten Kriterium entspricht SLM 26 464-1 vollkommen, dem zweiten aber nicht, deswegen gilt seine Zuschreibung zu den Modellen als unsicher. 8. Unter den nach rechts reitenden Rittern konnten wir Variante C nicht finden, strebten aber danach, an der parallelen Bezeichnung der entsprechenden Varianten mit denselben Buchstaben festzuhalten. 9. Die besser erhaltenen schweizerischen Analogien des Typs haben uns darauf aufmerksam gemacht, daß in der Budaer Rekonstruktion das untere Fragment mit dem Faltengewand der Jungfrau nicht den richtigen Platz einnimmt.